Das Nationale Statistikamt Chinas (NBS) wird seine Daten für März um 01:30 GMT veröffentlichen. Es wird erwartet, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im März im Jahresvergleich um 1,2 % steigt, verglichen mit 1,3 % im Februar. Der Erzeugerpreisindex (EPI) wird voraussichtlich im März um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr zulegen, nach einem Rückgang von 0,9 % zuvor.
Der VPI ist ein wichtiger Indikator zur Messung der Inflation und der Veränderungen der Kaufkraftentwicklung. Der YoY-Wert vergleicht die Preise im Berichtsmonat mit dem gleichen Monat des Vorjahres. Der EPI misst hingegen die Inflationsrate, die von den Produzenten erlebt wird.
AUD/USD notiert im Tagesverlauf vor der Veröffentlichung der chinesischen VPI- und EPI-Daten negativ. Das Paar gibt leicht nach, da die Marktunsicherheit hinsichtlich der Fragilität des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran anhält, was die Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem US-Dollar (USD) stärkt.
Wenn die Daten besser als erwartet ausfallen, könnte dies den Australischen Dollar (AUD) stärken, wobei die erste Aufwärtsbarriere beim Hoch vom 9. April bei 0,7095 liegt. Die nächste Widerstandsmarke ergibt sich beim Hoch vom 26. Februar bei 0,7143. Ein weiterer zu beobachtender Aufwärtsfilter ist das Hoch vom 11. März bei 0,7188.
Auf der Unterseite bietet die psychologische Marke von 0,7000 den Käufern etwas Halt. Anhaltende Verluste könnten einen Rückgang bis zum Tief vom 5. Februar bei 0,6927 nach sich ziehen, gefolgt vom 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 0,6880.
Der Verbraucherpreisindex (VPI) Chinas wird monatlich vom National Bureau of Statistics of China veröffentlicht und misst die Preisveränderungen von Konsumgütern und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten im Inland erworben werden. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entwickelt haben. Der VPI ist ein zentraler Indikator zur Bewertung der Inflation und der Entwicklung der Kaufkraft. Ein hoher Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den Renminbi (CNY) gewertet, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Fr Apr. 10, 2026 01:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 1.2%
Vorher: 1.3%
Quelle: National Bureau of Statistics of China
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.