In einem exklusiven Interview mit Reuters sagte der Präsident der Federal Reserve von Atlanta, Raphael Bostic, dass die Zentralbank trotz steigender Produktivität den Fokus auf die Inflation behalten müsse; die Reaktion auf kurzfristige Probleme könnte im Laufe der Zeit größere Probleme verursachen.
"Der Übergang zur künstlichen Intelligenz könnte für die Fed schwierig zu verstehen sein."
"Die USA könnten auf eine strukturell höhere Arbeitslosigkeit zusteuern, etwas, das die Zentralbank nicht ausgleichen kann."
"Die Fed hat den Fokus auf wirtschaftliche Ergebnisse über verschiedene Gruppen hinweg beibehalten; diese Daten sind wichtig, um das Arbeitsmarktangebot zu verstehen."
"Hoffen, dass die Schutzmaßnahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit der Fed aufrechterhalten werden."
"Der Nominierte für den Fed-Vorsitz, Warsh, wird Beziehungen zu Mitarbeitern und Kollegen in der Zentralbank aufbauen müssen."
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.