Der Chefvolkswirt der Nordea, Helge J. Pedersen, betont, dass die dänische Inflation im Januar im Jahresvergleich deutlich auf 0,8% gefallen ist. Hauptursachen seien eine kräftige Senkung der Stromsteuer sowie niedrigere Warenpreise. Auch die Kerninflation habe nachgegeben, und die EU-harmonisierte Teuerung liege klar unter dem Niveau der Eurozone. Nordea rechnet mit weiterem disinflationärem Effekt durch anstehende Steuersenkungen, was die Kaufkraft der Haushalte und den privaten Konsum stützen dürfte.
„Nun zeigt sich, dass die Senkung der Stromsteuer durch die Regierung auf den EU-Mindestsatz von knapp 1 Øre je kWh (inkl. MwSt.) von zuvor 90 Øre die Inflation spürbar beeinflusst. Sie lag im Januar bei lediglich 0,8%. Das war deutlich weniger als im Dezember, als sie mit 1,9% gemessen wurde.“
„Die Kerninflation, die Preissteigerungen bei Energie und unverarbeiteten Lebensmitteln ausklammert, sank im Januar ebenfalls, und zwar auf 1,9%. Das lag unter dem Dezemberwert von 2,3%.“
„Die Entwicklung bestätigt den Trend, dass die Inflation in Dänemark im internationalen Vergleich niedrig ist. Die EU-harmonisierte Inflation Dänemarks betrug im Januar 0,6%, während sie für die Eurozone im Dezember mit 2,3% gemessen wurde.“
„Der Rückgang der Inflation im Januar ist kein einmaliger Effekt, da er auf die Senkung der Stromsteuer auf den EU-Mindestsatz von 0,8 Øre je kWh zurückzuführen ist. Dieser Schritt wird im Juli fortgesetzt, wenn unter anderem die Steuern auf Kaffee, Schokolade und Zuckerwaren vollständig abgeschafft werden. Dadurch könnte die Inflation im Gesamtjahr 2026 gegenüber 2025, als sie 1,9% betrug, um rund 0,8 Prozentpunkte sinken.“
„Bei einer Inflationsrate von rund 1% in diesem Jahr bedeutet das für die meisten Menschen einen Kaufkraftzuwachs von etwa 2%. Zusammen mit weiteren Kaufkraftgewinnen infolge der Steuerreform und der neu eingeführten Kompensation für hohe Lebensmittelpreise für besonders betroffene Familien dürfte dies den privaten Konsum im kommenden Jahr deutlich anschieben.“