Der Baustoffkonzern CRH plant den Rückzug seiner Aktien vom Londoner Börsenhandel und eine Neuordnung seines Vorzugsaktienkapitals. Das Unternehmen kündigte an, seine Stammaktien sowie die mit 7 Prozent verzinsten Vorzugsaktien von der London Stock Exchange (LSE) zu nehmen und gleichzeitig zwei Klassen von Vorzugsaktien zu streichen.
Die Primärnotiz von CRH liegt seit September 2023 an der New York Stock Exchange (NYSE). Nach dem geplanten Rückzug aus London sollen die Stammaktien ausschließlich dort gehandelt werden. Auf die Stammaktien selbst habe die Maßnahme keine Auswirkungen.
Das Unternehmen hatte im Februar eine Überprüfung seiner Börsennotierung in London sowie der Struktur des Vorzugsaktienkapitals eingeleitet. Der Verwaltungsrat kam dabei zu dem Schluss, dass das Handelsvolumen an der LSE begrenzt sei und die Aufrechterhaltung der Notierung zusätzliche Kosten und regulatorische Verpflichtungen verursache.
CRH beantragte daher bei der Financial Conduct Authority (FCA) die Aufhebung der Börsenzulassung für die Stammaktien und die 7-prozentigen Vorzugsaktien. Das Delisting soll voraussichtlich am 20. April 2026 um 8.00 Uhr Ortszeit wirksam werden. Der letzte Handelstag an der LSE ist für den 17. April vorgesehen.
Parallel dazu will CRH zwei Klassen von Vorzugsaktien streichen: die an der LSE gelisteten 7-prozentigen Titel sowie die mit 5 Prozent verzinsten Vorzugsaktien, die an der Euronext Growth Dublin gehandelt werden. Das gesamte Nennkapital dieser Aktien beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Die Aktionäre sollen im Zuge der Streichung eine Barabfindung erhalten, die dem 40-fachen der jährlichen Dividende pro Aktie entspricht. Dies entspricht 2,54 Euro je 5-prozentiger Vorzugsaktie und 3,556 Euro je 7-prozentiger Vorzugsaktie.
Über die Maßnahme stimmen die Stammaktionäre auf der Hauptversammlung am 7. Mai 2026 ab. Separate Versammlungen der Vorzugsaktionäre sind für den 21. Mai geplant. Bei Zustimmung sollen die Streichungen Mitte 2026 wirksam werden; zugleich würde auch die Notierung der 5-prozentigen Vorzugsaktien in Dublin enden.