Der Energietechnologiekonzern GE Vernova und der japanische Industriekonzern Hitachi Ltd. wollen Möglichkeiten für den Einsatz kleiner modularer Kernreaktoren (SMR) in Südostasien ausloten. Beide Unternehmen unterzeichneten dazu eine Absichtserklärung über die mögliche Einführung des Reaktortyps BWRX-300 in der Region.
Die Vereinbarung wurde am Rande des Indo-Pacific Energy Security Ministerial & Business Forum in Tokio geschlossen. An der Unterzeichnung nahmen unter anderem der US-Innenminister Doug Burgum sowie Japans Wirtschafts- und Industrieminister Ryosei Akazawa teil.
Im Rahmen der Kooperation wollen beide Unternehmen über ihre Gemeinschaftsunternehmen GE Vernova Hitachi Nuclear Energy und Hitachi GE Vernova Nuclear Energy mögliche kommerzielle Einsatzfelder für den Reaktortyp in Südostasien identifizieren.
Zudem soll geprüft werden, wie qualifizierte japanische Zulieferer stärker in die Lieferketten eingebunden werden können, um künftige Projekte mit dem BWRX-300 in der Region zu unterstützen.
Der erste Reaktor dieses Typs befindet sich derzeit auf dem Gelände von Ontario Power Generation am Standort Darlington Nuclear Generating Station in Kanada im Bau. Die Fertigstellung wird gegen Ende des Jahrzehnts erwartet. Insgesamt sind dort vier kleine modulare Reaktoren vorgesehen.
In den USA prüft zudem die U.S. Nuclear Regulatory Commission einen Antrag der Tennessee Valley Authority für den Bau des ersten BWRX-300 im Land. Geplant ist die Anlage am Clinch River Nuclear Site in Oak Ridge.