US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) hält sich am Montag stabil, da festgefahrene US-Iran-Friedensgespräche die Hoffnungen auf eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormus dämpfen. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert WTI bei rund 95,00 USD pro Barrel, wobei wechselnde geopolitische Schlagzeilen die Volatilität hoch halten.
Ein Bericht von Axios, der sich auf einen US-Beamten und zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft, besagt, dass Iran den Vereinigten Staaten einen neuen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges vorgelegt hat, während die Nuklearverhandlungen auf eine spätere Phase verschoben werden sollen. Als Reaktion darauf erklärte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, dass US-Präsident Donald Trump den Vorschlag Irans mit seinem Team besprochen habe, fügte jedoch hinzu: „Ich würde nicht sagen, dass die Vereinigten Staaten den Vorschlag Irans in Erwägung ziehen.“
Die Straße von Hormus bleibt unter einer doppelten US-Iran-Blockade, wodurch ein geopolitischer Risikoaufschlag in den Ölpreisen verankert bleibt, da das Angebot weitgehend gestört ist.
In einem exklusiven Interview mit MS NOW sagte Arsenio Dominguez, Leiter der maritimen Agentur der Vereinten Nationen, dass derzeit rund 2.000 Handelsschiffe und 20.000 Seeleute in der Straße von Hormus feststecken. Er warnte, dass Störungen in der Wasserstraße wahrscheinlich noch lange nach Ende des Konflikts anhalten werden.
Mit Blick auf die Zukunft werden Händler die Entwicklungen in den US-Iran-Verhandlungen genau beobachten, insbesondere jegliche Signale aus Washington zum Vorschlag und Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Ein Durchbruch könnte die Angebotsbedenken lindern und die Ölpreise belasten. Bis dahin wird WTI voraussichtlich angesichts anhaltender Angebotsbedenken unterstützt bleiben.

Im Tages-Chart behält US-Rohöl der Sorte WTI eine konstruktive bullische Tendenz bei, da der Preis deutlich über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten liegt. Der 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 85,97 USD, zusammen mit dem 100-Tage-SMA bei 72,87 USD und dem 200-Tage-SMA bei 67,40 USD, liegt komfortabel unter dem Spotpreis und stützt gemeinsam den breiteren Aufwärtstrend.
Das Momentum hat sich von früheren überkauften Extremen abgekühlt, wobei der Relative Strength Index (14) nun bei etwa 55 liegt, was auf einen ausgewogeneren, aber weiterhin positiven Ton hindeutet, während der Average Directional Index (14) nahe 24 darauf hinweist, dass die Trendstärke von zuvor erhöhten Niveaus nachgelassen hat.
Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung durch den 50-Tage-SMA bei 85,98 USD verstärkt, der den ersten wichtigen Nachfragbereich markiert, falls ein tieferer Pullback eintritt. Darunter definieren der 100-Tage-SMA bei 72,88 USD und der 200-Tage-SMA bei 67,41 USD weiter entfernte strukturelle Unterstützungszonen, die voraussichtlich Käufer anziehen würden, sofern sie getestet werden, solange der Preis weiterhin deutlich über ihnen handelt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.