USD/CHF steigt moderat um etwa 0,15%, da der Greenback von seinen Tagestiefs abprallt, während sich die Risikoappetit während der nordamerikanischen Sitzung verbessert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird das Paar bei 0,7854 gehandelt.
Der USD/CHF Tages-Chart bleibt neutral bis leicht rückläufig, wobei das Paar kurz davor steht, den 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,7860 kurzfristig zu testen. Das Momentum, gemessen am Relative Strength Index (RSI), ist bärisch, steht jedoch kurz davor, die neutrale Marke zu überschreiten, was den Weg für weitere Aufwärtsbewegungen öffnen würde.
Wenn USD/CHF den 100-Tage-SMA überwindet, wäre die nächste Station der 20-Tage-SMA bei 0,7881. Ein Durchbruch über diesen Wert öffnet den Weg zur Marke von 0,7900 vor dem 200-Tage-SMA bei 0,7931.
Andererseits, wenn die Bären das Paar unter den 50-Tage-SMA bei 0,7843 drücken, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Bewegung in Richtung 0,7800. Von dort aus wird weiteres Abwärtspotenzial gesehen, wobei der nächste interessante Bereich das Tagestief vom 10. März bei 0,7747 vor der Marke von 0,7700 ist.

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.