Gold (XAU/USD) bleibt während der asiatischen Sitzung am Freitag unter der Marke von 4.700 USD gedrückt, nahe einem Zwei-Wochen-Tief, das am Vortag erreicht wurde, und scheint bereit, erstmals seit fünf Wochen wöchentliche Verluste zu verzeichnen. Das globale Risiko-Sentiment bleibt angesichts der sich verschärfenden US-Iran-Spannungen über die Straße von Hormus und des Mangels an Fortschritten bei den Friedensgesprächen fragil. Zudem dämpfen wieder aufkommende inflationsbedingte Sorgen die dovishen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) und stützen den US-Dollar (USD), der wiederum als belastend für das gelbe Metall gilt.
Anzeichen von Reibungen zwischen den USA und Iran bestehen weiterhin aufgrund der amerikanischen Marineblockade iranischer Häfen. Tatsächlich bezeichnete Irans Außenminister Abbas Araghchi die Blockade als Kriegsakt. Zudem erklärte Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf, dass ein vollständiger Waffenstillstand nur dann sinnvoll sei, wenn er nicht durch die maritime Blockade verletzt werde. Unterdessen befahl US-Präsident Donald Trump der US-Marine, auf Boote zu schießen und diese zu zerstören, die Minen in der kritischen Schifffahrtsroute auslegen. Dies dämpft die Hoffnungen auf eine dauerhafte Deeskalation und stützt weiterhin den Status des Greenbacks als globale Reservewährung, was den Goldpreis unter Druck setzt.
Unterdessen bleiben anhaltende Störungen der Energieversorgung durch die strategische Wasserstraße unterstützend für erhöhte Rohölpreise. Dies belebt die Sorgen über einen signifikanten Anstieg der globalen Inflation und könnte eine hawkischere Wende bei wichtigen Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank (Fed), auslösen. Die aktuelle Marktbewertung deutet auf die Möglichkeit von nur einer Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) durch die US-Notenbank im Jahr 2026 hin. Dieser Ausblick wirkt als Rückenwind für die Renditen von US-Staatsanleihen und den USD. Dies ist ein weiterer Faktor, der die angebotene Stimmung rund um das zinslose Gold unterstützt und die Annahme weiterer Verluste untermauert.
Der US-Wirtschaftskalender am Freitag enthält den revidierten US-Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan. Der Fokus bleibt jedoch auf geopolitischen Entwicklungen, die weiterhin Volatilität an den globalen Finanzmärkten erzeugen und bedeutende Handelsmöglichkeiten rund um Gold bieten könnten. Nichtsdestotrotz deutet der oben genannte fundamentale Hintergrund darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das XAU/USD-Paar weiterhin nach unten zeigt. Daher könnte jede Erholungsversuch als Verkaufsgelegenheit gesehen werden und läuft Gefahr, recht schnell zu verpuffen.
Der Rohstoff behält eine kurzfristig bärische Tendenz unter dem 200-Perioden Exponential Moving Average (EMA) bei und versucht nun, den Rückgang unter die untere Begrenzung des aufsteigenden Kanals bei 4.680,47 USD auszudehnen. Die Bewegung weg von der Kanalunterstützung deutet auf einen Verlust der Aufwärtsdynamik hin.
Unterdessen liegt der Relative Strength Index (RSI) bei 35,72 nahe dem überverkauften Bereich, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt mit einem Wert unter Null bei etwa -4,92 negativ. Dies verstärkt den anhaltenden Abwärtsdruck anstatt einer bevorstehenden Umkehr.
Daher würde weitere Schwäche XAU/USD anfällig für eine Erkundung weiterer Abwärtsbewegungen machen. Auf der Oberseite ergibt sich unmittelbarer Widerstand um den ehemaligen Kanalboden bei 4.680,47 USD, mit einer stärkeren Begrenzung am 200-Perioden EMA nahe 4.778,44 USD und der oberen Begrenzung des aufsteigenden Kanals weiter oben bei etwa 4.901,82 USD. Nur eine Erholung über diese genannten Barrieren würde beginnen, den aktuellen bärischen Ton zu mildern.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.