WTI steigt leicht über 103,50 USD, da Trump die Drohungen gegen die iranische Infrastruktur verschärft

Quelle Fxstreet
  • WTI-Preis steigt im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf rund 103,60 USD.
  • Trump bekräftigte seine Drohung, Irans zivile Infrastruktur zu zerstören, falls Teheran nicht zustimmt, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
  • Die acht Mitglieder der OPEC+ einigten sich am Sonntag darauf, die Produktion im Mai um 206.000 bpd zu erhöhen.

West Texas Intermediate (WTI), die US-amerikanische Rohöl-Benchmark, wird während der frühen asiatischen Handelsstunden am Dienstag um 103,60 USD gehandelt. Der WTI-Preis steigt leicht, da die Händler angespannt sind vor der Frist des US-Präsidenten Donald Trump, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, andernfalls drohen schwere Angriffe auf die zivile Infrastruktur.

Trump sagte am Montag, dass der jüngste Vorschlag für einen US-Waffenstillstand mit Iran „nicht gut genug“ sei, vor seiner Frist für Iran, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. „Es ist nicht gut genug, aber ein sehr bedeutender Schritt“, sagte Trump und fügte hinzu: „Sie verhandeln jetzt und haben einen sehr bedeutenden Schritt gemacht. Wir werden sehen, was passiert.“

Trump ergänzte, dass Iran „in einer Nacht ausgeschaltet werden“ könnte und Kraftwerke „brennend, explodierend und nie wieder nutzbar“ sein würden. Iran reagierte ebenfalls und erklärte, dass es auf die Drohungen des US-Präsidenten mit einer Eskalation eigener Angriffe auf Energieinfrastruktur im Golf reagieren werde. Schwere Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten und ein hoher geopolitischer Risikoaufschlag könnten den WTI-Preis kurzfristig steigen lassen.

Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) einigten sich am Sonntag darauf, die Produktion im Mai um 206.000 Barrel pro Tag (bpd) zu erhöhen, wobei unklar ist, wie das Öl den Weltmarkt erreichen soll, solange die Straße von Hormus geschlossen bleibt.

Die Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des Berichts des American Petroleum Institute (API) vor, der später am Dienstag veröffentlicht wird. Ein größer als erwarteter Rückgang der Rohölbestände deutet auf eine stärkere Nachfrage hin und könnte den WTI-Preis anheben, während ein größerer Anstieg als geschätzt auf eine schwächere Nachfrage oder ein Überangebot hinweist, was den WTI-Preis belasten könnte.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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