Gold (XAU/USD) zieht sich scharf vom Niveau von 5.250 USD zurück, einem neuen monatlichen Höchststand, der während der asiatischen Sitzung erreicht wurde, und scheint vorerst eine vier Tage andauernde Gewinnserie beendet zu haben. Nach dem impulsiven Rückgang des Vortages als Reaktion auf die neuen globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump und dem anschließenden Anstieg zieht der US-Dollar (USD) frische Käufer an, nachdem der hawkische Ausblick der US-Notenbank (Fed) bekannt wurde. Dies wird als ein entscheidender Faktor angesehen, der den Rohstoff unter Druck setzt.
Tatsächlich zeigten die Protokolle der FOMC-Sitzung im Januar in der letzten Woche, dass mehrere Fed-Vertreter der Meinung waren, dass zusätzliche geldpolitische Lockerungen möglicherweise nicht erforderlich seien, bis es klare Anzeichen dafür gebe, dass der Fortschritt der Disinflation wieder auf dem richtigen Weg sei. Ergänzend dazu sagte Gouverneur Christopher Waller am Montag, dass er offen dafür sei, die Zinssätze bei der Sitzung im März unverändert zu lassen, wenn die bevorstehenden Arbeitsmarktdaten für Februar darauf hindeuten, dass der US-Arbeitsmarkt nach einem schwachen Jahr 2025 „auf stabilere Füße“ gewechselt sei.
Dennoch zeigt das FedWatch-Tool der CME Group, dass die Händler weiterhin die Möglichkeit von drei Zinssenkungen um 25 Basispunkte (bps) durch die Fed in diesem Jahr einpreisen, was als Rückenwind für das zinslose Gold wirken sollte. Darüber hinaus könnten Bedenken über die potenziellen wirtschaftlichen Folgen von Trumps Handelspolitik eine signifikante Aufwertung des USD begrenzen und dazu beitragen, die Abwärtsbewegung des Edelmetalls einzuschränken, was eine gewisse Vorsicht für bärische Händler und eine Positionierung für tiefere Verluste rechtfertigt.
Abgesehen davon könnten Sorgen über einen möglichen militärischen Konflikt im Nahen Osten dazu beitragen, die Abwärtsbewegung des sicheren Hafens Gold vor der dritten Runde der US-Iran-Nukleargespräche zu begrenzen. Dies macht es umso klüger, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass der einwöchige Aufwärtstrend des XAU/USD-Paares erschöpft ist. Die Händler blicken nun auf die US-Makrodaten, die zusammen mit Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder später am Donnerstag einen Impuls geben könnten.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Erholungen vom 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) wurde der nächtliche Ausbruch über die horizontale Barriere von 5.100-5.110 USD als neuer Auslöser für die XAU/USD-Bullen angesehen. Der genannte Bereich fällt mit dem 61,8%-Fibonacci-Retracement-Level eines scharfen Korrekturrückgangs vom Allzeithoch zusammen und sollte als entscheidender Wendepunkt fungieren.
Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt im positiven Bereich, hat sich jedoch von den jüngsten Höchstständen abgekühlt, was auf ein nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 65,78, was von überkauft zurückgeht und mit einem langsameren Anstieg übereinstimmt. Daher könnte das 78,6%-Fibonacci-Retracement bei 5.314,49 USD nun als wichtiger Widerstand fungieren.
Ein 4-Stunden-Schlusskurs über letzterem würde weitere Gewinne eröffnen, während ein Versagen, über 5.123,17 USD zu bleiben, nachlassendes Momentum signalisieren und das Risiko eines tieferen Rückzugs in Richtung des gleitenden Durchschnitts erhöhen würde. Solange Gold über dem steigenden 200-Perioden-SMA bei 4.909,70 USD bleibt, bleibt der Weg des geringsten Widerstands nach oben.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.