Gold fällt auf fast 4.900 $, da der Verkaufsdruck zunimmt

Quelle Fxstreet
  • Der Goldpreis fällt in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag auf 4.910 USD. 
  • Besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten verstärkten die Ansicht, dass die Fed die Zinsen länger hoch halten könnte.
  • Der Verbraucherpreisindex (VPI) der USA für Januar wird am Freitag im Mittelpunkt stehen. 

Der Goldpreis (XAU/USD) sieht sich am Freitag in der frühen asiatischen Sitzung einem Verkaufsdruck um 4.910 USD ausgesetzt. Das gelbe Metall fällt am Tag um über 3,50%, wobei algorithmische Händler anscheinend den plötzlichen Rückgang des Edelmetalls verstärken. Händler werden die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Januar, die später am Freitag veröffentlicht wird, genau beobachten. 

Besorgnis über Künstliche Intelligenz (KI) führte zu einem Ausverkauf an den Finanzmärkten, wobei Margin Calls wahrscheinlich ebenfalls zu dem Rückgang beitrugen. „Margin Calls haben wahrscheinlich auch zum Ausverkauf beigetragen, da einige Investoren gezwungen waren, Positionen in Rohstoffen, einschließlich Metallen, zu schließen, um Liquidität bereitzustellen“, sagte Nicky Shiels, Leiterin der Metallstrategie bei MKS PAMP SA.

Darüber hinaus festigten stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten für Januar die Erwartungen, dass es bald keine Zinssenkung durch die Federal Reserve (Fed) geben wird. Dies verringert wiederum die Attraktivität, Gold als zinslose Anlage zu halten.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im Januar um 130.000 Arbeitsplätze, nach einer nach unten revidierten Erhöhung um 48.000 im Dezember, so das US Bureau of Labor Statistics (BLS) am Mittwoch. Die Arbeitslosenquote fiel im Januar von 4,4% im Dezember auf 4,3%. 

Händler bereiten sich auf die US-VPI-Inflationsdaten am Freitag vor, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten. Der Gesamt- und Kern-VPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 2,5% im Jahresvergleich im Januar zeigen. Jegliche Anzeichen einer schwächeren Inflation könnten einige Wetten auf Zinssenkungen wiederbeleben und das Edelmetall kurzfristig unterstützen. 

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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