EUR/JPY verliert am Donnerstag 0,15 % und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels nahe 187,30, wobei die Konsolidierung über dem seit Wochenbeginn beobachteten Niveau von 187,00 fortgesetzt wird.
Die jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone bieten der Gemeinschaftswährung fundamentale Unterstützung. Laut revidierten Zahlen stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone im März um 1,3 % gegenüber dem Vormonat, nach 0,6 % im Februar und leicht über der vorläufigen Schätzung von 1,2 %. Auf Jahresbasis wurde die Inflation auf 2,6 % nach oben revidiert, zuvor 1,9 %, und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2024. Die Kerninflation wurde auf 2,3 % im Jahresvergleich revidiert, etwas unter der anfänglichen Schätzung von 2,4 %.
Der Anstieg der Gesamtinflation, der hauptsächlich durch Energiepreise getrieben wird, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) dazu veranlassen, bei ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung am 29. und 30. April einen restriktiveren Ton anzuschlagen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte jedoch kürzlich, dass die Institution in Bezug auf die Zinssätze „vollkommen agil“ bleiben müsse und wies darauf hin, dass die Entscheidungsträger keine Voreingenommenheit zugunsten einer Straffung haben.
Dennoch rechnen die Finanzmärkte weiterhin mit zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Maßnahme bei der April-Sitzung begrenzt bleibt. Laut Reuters preisen die Anleger nun nahezu vollständig eine erste Zinserhöhung bis Juni ein.
Der Fokus richtet sich nun auf die Veröffentlichung der Protokolle der geldpolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank im März, die weitere Einblicke in die Einschätzung der Entscheidungsträger zur Persistenz der Inflationsdrucke geben könnten. Reden mehrerer EZB-Vertreter im weiteren Tagesverlauf werden ebenfalls erwartet und dürften die Marktaufmerksamkeit auf sich ziehen.
In Japan erklärte Finanzministerin Satsuki Takayama, dass Tokio und Washington nach einem Treffen mit dem US-Finanzminister Scott Bessent vereinbart haben, die Kommunikation zu Wechselkursen zu verstärken. Diese Äußerungen unterstreichen das Engagement der japanischen Behörden, eine übermäßige Schwäche des japanischen Yen (JPY) zu begrenzen, obwohl die unmittelbaren Marktreaktionen begrenzt geblieben sind.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.11% | 0.10% | -0.03% | -0.07% | -0.02% | 0.37% | 0.22% | |
| EUR | -0.11% | -0.02% | -0.15% | -0.18% | -0.13% | 0.23% | 0.10% | |
| GBP | -0.10% | 0.02% | -0.13% | -0.17% | -0.11% | 0.25% | 0.11% | |
| JPY | 0.03% | 0.15% | 0.13% | -0.05% | 0.02% | 0.34% | 0.24% | |
| CAD | 0.07% | 0.18% | 0.17% | 0.05% | 0.06% | 0.42% | 0.29% | |
| AUD | 0.02% | 0.13% | 0.11% | -0.02% | -0.06% | 0.36% | 0.25% | |
| NZD | -0.37% | -0.23% | -0.25% | -0.34% | -0.42% | -0.36% | -0.13% | |
| CHF | -0.22% | -0.10% | -0.11% | -0.24% | -0.29% | -0.25% | 0.13% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.