Das Paar USD/CAD konsolidiert während der asiatischen Sitzung am Freitag unter der Marke von 1,3800 und bleibt nahe einem am Vortag erreichten fast Zweiwochentief. Dennoch scheinen die Kassakurse auf deutliche Wochenverluste zuzusteuern, und das fundamentale Umfeld spricht für eine Fortsetzung des scharfen Korrekturrückgangs aus dem Bereich von 1,3940, dem am Mittwoch erreichten Dreiwochenhoch.
Die Rohölpreise handeln weiterhin nahe dem höchsten Stand seit dem 24. Juli, da die geopolitische Risikoprämie angesichts der anhaltenden US-iranischen Zusammenstöße um die Straße von Hormus weiter wirkt. Darüber hinaus könnte die hawkische Botschaft der Bank of Canada (BoC) auf ihrer geldpolitischen Sitzung im September den rohstoffgebundenen Loonie weiterhin stützen und den kurzfristig negativen Ausblick für das Paar USD/CAD inmitten eines schwachen US-Dollars (USD) bestätigen.
Der USD-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, fiel am Donnerstag angesichts nachlassender Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) im September auf ein mehr als einwöchiges Tief. Fed-Gouverneur Christopher Waller sagte, dass die Inflation Anzeichen einer Verlangsamung zeige, was die Tür für eine unveränderte Geldpolitik offen lasse. Händler reagierten darauf, indem sie die Renditen von US-Anleihen nach unten drückten, was die US-Dollar-Bullen in der Defensive hält.
Anleger scheinen jedoch zögerlich zu sein, neue Richtungswetten einzugehen, und ziehen es vor, weitere Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed abzuwarten. Daher wird der Fokus weiterhin auf dem US-Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) liegen, der von den monatlichen Beschäftigungsdaten Kanadas begleitet wird. Die entscheidenden Daten sowie weitere Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten dürften dem Paar USD/CAD vor dem Wochenende neuen Impuls verleihen.
Laut TD Securities wird selbst ein robuster Arbeitsmarktbericht die Fed nur begrenzt weiterbringen. Die Bank argumentiert, dass „ein starker Payrolls-Bericht eine notwendige, aber keine ausreichende Bedingung dafür ist, dass die Fed im September die Zinsen erhöht“, und weist darauf hin, dass „der wichtigere Teil des Puzzles die Inflation ist, da ein Teil der Stärke bei den NFP als Umkehr der Schwäche im Juli betrachtet werden kann“. Ihrer Ansicht nach wird „ein starker Payrolls-Bericht, im Einklang mit der Einschätzung unseres Makro-Teams, den USD leicht stützen, aber kaum den Ausschuss zu einer Zinserhöhung bewegen, sofern nicht ein starker Inflationsbericht folgt“, was unterstreicht, dass die kommenden Preisdaten und nicht allein die Arbeitsmarktdaten für den geldpolitischen Ausblick und die Richtung des Dollars entscheidend sein werden.
Das Scheitern in dieser Woche, oberhalb des 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) Akzeptanz zu finden, und der anschließende Rückgang unter das 61,8%-Fibonacci-Retracement begünstigen bärische Händler. Diese Konstellation deutet darauf hin, dass Rallys wahrscheinlich verkauft werden, solange der Kurs unter diesem übergeordneten Band handelt, wodurch die Spotpreise anfällig für weitere Verluste bleiben.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 61,8%-Fibo.-Retracement bei 1,3819, gefolgt vom 50%-Retracement bei 1,3901 und dem 100-Tage-SMA bei 1,3920, mit höheren Barrieren beim 38,2%-Retracement bei 1,3983 und dem 23,6%-Niveau bei 1,4084 vor dem jüngsten Fibonacci-Anker nahe 1,4248.
Auf der Unterseite ergibt sich die erste Unterstützung beim 78,6%-Retracement um 1,3702, mit einem stärkeren strukturellen Boden beim 100%-Retracement nahe 1,3554, wo Verkäufer bei einer Ausweitung des Rückgangs dazu neigen könnten, einige Gewinne mitzunehmen.
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Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.
Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.
Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.