EUR/JPY fällt am Donnerstag deutlich und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 181,40, was einem Tagesverlust von 1,37% entspricht. Der japanische Yen (JPY) gewinnt gegenüber dem Euro (EUR) deutlich an Stärke, gestützt durch erneute Warnungen japanischer Behörden vor Bewegungen am Devisenmarkt.
Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura bekräftigt am Donnerstag, dass die Behörden weiterhin bereit sind, am Devisenmarkt zu handeln. "We continue to stand ready on forex," sagt Mimura laut Reuters. Auf die Frage, ob die Behörden in jüngster Zeit mit Marktteilnehmern Kursprüfungen durchgeführt hätten, eine Praxis, die einer Intervention vorausgehen kann, lehnt er eine Stellungnahme ab.
Mimura fügt hinzu, dass er sich mit den aktuellen Bedingungen am Devisenmarkt "weder wohl noch zufrieden" fühle. Diese Äußerungen halten die Gefahr einer japanischen Intervention aufrecht und stützen den Yen, auch wenn sie keine Bestätigung dafür liefern, dass die Behörden bereits konkrete Maßnahmen ergriffen haben.
Auf europäischer Seite bieten die Aktivitätsdaten dem Euro wenig Unterstützung. Der HCOB Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor der Eurozone wird im August auf 51,7 von der vorläufigen Schätzung von 51,8 nach unten revidiert, während der Composite-EMI ebenfalls auf 52,0 von zunächst geschätzten 52,1 gesenkt wird. Beide Indikatoren bleiben jedoch über der 50er-Schwelle und signalisieren damit eine Expansion der Aktivität.
Die Divergenzen unter den großen Volkswirtschaften der Eurozone bleiben erheblich. In Deutschland wird der EMI für den Dienstleistungssektor auf 49,7 von der vorläufigen Schätzung von 48,5 nach oben revidiert, bleibt jedoch unter der 50er-Schwelle, die Expansion von Kontraktion trennt. Frankreich zeigt eine noch schwächere Entwicklung, wobei der Index von zunächst 48,4 auf 48,0 nach unten revidiert wird. Im Gegensatz dazu melden Italien und Spanien stärkere Werte beim EMI für den Dienstleistungssektor von 55,2 bzw. 57,8.
Unterdessen deutet der Erzeugerpreisindex (EPI) der Eurozone auf eine Beschleunigung des Preisdrucks auf Erzeugerebene hin. Die Erzeugerpreise steigen im Juli im Monatsvergleich um 1,6% nach einem Rückgang von 0,3% im Juni und übertreffen damit die Erwartungen eines Anstiegs von 1,2%. Auf Jahresbasis steigt der EPI um 5,8% nach zuvor 4,6%.
Diese Zahlen deuten auf anhaltenden Preisdruck auf der vorgelagerten Stufe hin, während die Aktivitätsindikatoren gemischt bleiben. Für EUR/JPY dominiert am Donnerstag jedoch die deutliche Aufwertung des Yen und die erneuten Interventionswarnungen aus Tokio den Handel, wodurch die europäischen Wirtschaftsdaten in den Hintergrund treten.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem US-Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.11% | -0.02% | -1.47% | -0.26% | -0.25% | -0.18% | -0.43% | |
| EUR | 0.11% | 0.09% | -1.38% | -0.20% | -0.13% | -0.13% | -0.32% | |
| GBP | 0.02% | -0.09% | -1.46% | -0.27% | -0.22% | -0.20% | -0.41% | |
| JPY | 1.47% | 1.38% | 1.46% | 1.23% | 1.25% | 1.27% | 1.06% | |
| CAD | 0.26% | 0.20% | 0.27% | -1.23% | 0.00% | 0.04% | -0.17% | |
| AUD | 0.25% | 0.13% | 0.22% | -1.25% | -0.01% | 0.03% | -0.17% | |
| NZD | 0.18% | 0.13% | 0.20% | -1.27% | -0.04% | -0.03% | -0.17% | |
| CHF | 0.43% | 0.32% | 0.41% | -1.06% | 0.17% | 0.17% | 0.17% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.