AUD/USD handelt am Dienstag mit einer moderaten Abwärtsneigung, da schwächer als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten (US) keinen anhaltenden Verkaufsdruck auf den US-Dollar (USD) erzeugen. Gegenläufige hawkische Erwartungen an die Federal Reserve (Fed) und die Reserve Bank of Australia (RBA) halten das Paar in einer Range, wobei der Australische Dollar in Reichweite des Hochs von 0,7206 bleibt, das in der vergangenen Woche erreicht wurde und den stärksten Stand seit dem 14. Mai markiert.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert AUD/USD bei rund 0,7157 und liegt damit im Tagesverlauf etwa 0,11% im Minus.
Der ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im August auf 54,6 von 55,6 im Juli und verfehlte damit die Markterwartung von 55,2. Der ISM-Index der gezahlten Preise verharrte bei 71,1 und lag damit unter den Erwartungen von 72,0, während die JOLTS-Stellenangebote im Juli auf 7,271 Millionen von 7,182 Millionen stiegen, jedoch unter der Prognose von 7,3 Millionen blieben.
Der Greenback gab nach den Veröffentlichungen kurzzeitig nach, gewann dann jedoch wieder an Zugkraft. Der US-Dollar-Index (DXY), der die US-Währung gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, notiert bei rund 99,64 und liegt damit im Tagesverlauf 0,23% im Plus.
Die begrenzte Reaktion spiegelt die anhaltenden Erwartungen wider, dass die Fed die Zinsen im September anheben könnte, nachdem Fed-Vorsitzender Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium eine harte Haltung zur Inflation eingenommen hatte. Laut dem CME FedWatch Tool sehen Händler eine Wahrscheinlichkeit von rund 66% für eine Zinserhöhung auf der Sitzung am 15. bis 16. September.
Höhere Ölpreise aufgrund der Spannungen im Nahen Osten verstärken die globalen Inflationsrisiken, was die Bemühungen der Fed, die Inflation wieder auf ihr Ziel von 2% zurückzuführen, erschweren und zugleich den Preisdruck in Australien verstärken könnte. Die Inflation erweist sich in der australischen Wirtschaft bereits als hartnäckig, was die RBA dazu veranlasste, Anfang dieses Jahres drei Zinserhöhungen vorzunehmen, während stärker als erwartet ausgefallene Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) für Juli die Argumente für eine weitere Straffung der Geldpolitik untermauern.
Der Aussie erhält zudem Unterstützung durch positive chinesische Daten, da Australien enge Handelsbeziehungen mit China unterhält. Chinas RatingDog Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg im August auf 51,5 von 50,9. Der Fokus richtet sich nun auf die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Australiens für das zweite Quartal, die am Mittwoch veröffentlicht werden sollen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Australischer Dollar (AUD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Australischer Dollar war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.21% | 0.14% | 0.19% | 0.30% | 0.12% | 0.22% | 0.37% | |
| EUR | -0.21% | -0.06% | 0.02% | 0.09% | -0.09% | -0.01% | 0.15% | |
| GBP | -0.14% | 0.06% | 0.06% | 0.16% | -0.05% | 0.06% | 0.21% | |
| JPY | -0.19% | -0.02% | -0.06% | 0.11% | -0.08% | 0.03% | 0.16% | |
| CAD | -0.30% | -0.09% | -0.16% | -0.11% | -0.20% | -0.11% | 0.05% | |
| AUD | -0.12% | 0.09% | 0.05% | 0.08% | 0.20% | 0.10% | 0.24% | |
| NZD | -0.22% | 0.00% | -0.06% | -0.03% | 0.11% | -0.10% | 0.16% | |
| CHF | -0.37% | -0.15% | -0.21% | -0.16% | -0.05% | -0.24% | -0.16% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Australischer Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als AUD (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.