Neuseeländischer Dollar tut sich trotz schwächerer US-Daten mit einer Erholung schwer

Quelle Fxstreet
  • NZD/USD fällt am Dienstag, da der US-Dollar moderate Gewinne hält.
  • Die US-Industrieaktivität verliert im August an Dynamik, während die offenen Stellen leicht unter den Erwartungen ausfallen.
  • Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die geldpolitische Entscheidung der Reserve Bank of New Zealand am Mittwoch.

NZD/USD notiert am Dienstag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung um 0,5900 und liegt damit 0,24% im Minus. Der neuseeländische Dollar (NZD) bleibt gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck, der trotz gemischter Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten (US) moderate Gewinne hält.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe des Institute for Supply Management (ISM) fällt im August auf 54,6 von 55,6 im Juli und liegt damit unter dem Marktkonsens von 55,2. Der Indikator bleibt jedoch deutlich über der 50er-Schwelle und signalisiert, dass die US-Industrieaktivität weiter expandiert, wenn auch in langsamerem Tempo.

Ein Blick auf die Details zeigt, dass der Beschäftigungsindex auf 51,2 von zuvor 52,8 sinkt, während der Index für Auftragseingänge auf 53,7 von 56,7 im Juli nachgibt. Der Index der gezahlten Preise bleibt unterdessen unverändert bei 71,1, was darauf hindeutet, dass der Preisdruck weiterhin erhöht bleibt.

Auch die Arbeitsmarktdaten senden ein gemischtes Signal. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) berichtet, dass die Zahl der offenen Stellen, gemessen im Job Openings and Labor Turnover Survey (JOLTS), im Juli auf 7,271 Mio. von 7,182 Mio. im Juni steigt, jedoch leicht unter den erwarteten 7,3 Mio. bleibt. Einstellungen und Gesamtzahl der Trennungen verändern sich kaum und liegen bei 5,1 Mio.

Die Veröffentlichungen lösen keine deutliche Trendwende beim US-Dollar aus. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, verzeichnet am Dienstag Gewinne um 99,65. Die Widerstandsfähigkeit des Greenback hält NZD/USD daher trotz der etwas schwächer als erwarteten US-Daten unter Druck.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), die am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben wird. Der Zinsausblick Neuseelands könnte zum wichtigsten kurzfristigen Impulsgeber für den neuseeländischen Dollar werden, während die Märkte auch die Auswirkungen der jüngsten US-Wirtschaftsdaten auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) bewerten.

NZD-Ausblick trübt sich ein, da die RBNZ hawkische Erwartungen enttäuschen könnte

Analysten von ING erwarten, dass die RBNZ bei der morgigen Sitzung eine weithin erwartete Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,75% vornehmen wird, und weisen darauf hin, dass "der Konsens einstimmig ist und die Märkte den Schritt vollständig eingepreist haben." Da die Zinserhöhung selbst kaum überraschen dürfte, argumentiert ING, dass die Reaktion des neuseeländischen Dollars davon abhängen wird, "ob die Erklärung weiterhin klar hawkische Signale enthalten wird und ob die Zins-/Wirtschaftsprognosen aktualisiert werden."

ING hebt "einige Abwärtsrisiken für den NZD" hervor und weist darauf hin, dass die aktuelle Marktbepreisung von "95 Basispunkten bis Juni 2027 viel zu hawkish erscheint." Um diesen Pfad zu rechtfertigen, so die Bank, "müsste die Reserve Bank ihre Zinsprognosen deutlich nach oben revidieren, da derzeit nur eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte in den nächsten drei Quartalen eingepreist ist." ING fügt jedoch hinzu: "Wir glauben nicht, dass sie das tun wird, da wir stattdessen erwarten, dass die CPI-Prognosen angesichts niedrigerer Ölpreise nach unten revidiert werden."

Vor diesem Hintergrund sieht ING Spielraum für erneute Währungsschwäche und erklärt, dass "wir NZD/USD kurzfristig wieder unter 0,590 handeln sehen, da die RBNZ die hawkischen Erwartungen möglicherweise nicht erfüllt und der USD etwas Unterstützung findet."

Neuseeländischer Dollar - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Neuseeländischer Dollar (NZD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Neuseeländischer Dollar war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.22% 0.16% 0.18% 0.34% 0.12% 0.23% 0.42%
EUR -0.22% -0.05% -0.04% 0.12% -0.10% -0.00% 0.19%
GBP -0.16% 0.05% 0.02% 0.18% -0.05% 0.05% 0.24%
JPY -0.18% 0.04% -0.02% 0.17% -0.07% 0.06% 0.22%
CAD -0.34% -0.12% -0.18% -0.17% -0.24% -0.14% 0.06%
AUD -0.12% 0.10% 0.05% 0.07% 0.24% 0.11% 0.29%
NZD -0.23% 0.00% -0.05% -0.06% 0.14% -0.11% 0.19%
CHF -0.42% -0.19% -0.24% -0.22% -0.06% -0.29% -0.19%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Neuseeländischer Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als NZD (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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