Das Währungspaar USD/CAD pendelt während der asiatischen Sitzung am Dienstag um die Mitte der 1,3800er-Marke, doch das Fehlen von Anschlussverkäufen mahnt zur Vorsicht, bevor auf eine Ausweitung des gestrigen Retracement-Rückgangs vom Hoch der letzten gut zwei Wochen gesetzt wird.
Eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran wirkt als Rückenwind für die Rohölpreise und stützt den rohstoffgebundenen Loonie. Abgesehen davon erweist sich ein schwächerer US-Dollar (USD) als ein weiterer Faktor, der etwas Druck auf das Währungspaar USD/CAD ausübt. Allerdings könnten steigende Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) im September zusammen mit geopolitischen Unsicherheiten tiefere Verluste für den sicheren Greenback begrenzen.
Bei dem jährlichen Symposium in Jackson Hole, Wyoming, räumte Fed-Chef Kevin Warsh ein, dass die Inflation heiß läuft, und deutete am Freitag an, dass die Zinsen weiter steigen könnten, wenn bei der Eindämmung des Preisdrucks nicht mehr Fortschritte erzielt werden. Händler reagierten schnell und preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 65% ein, dass die US-Notenbank auf der anstehenden Sitzung am 15.-16. September die Kreditkosten anheben wird.
Unterdessen griffen die US-Streitkräfte am Sonntag zwei iranische Raketenwerfer an, die sich darauf vorbereiteten, Seeminen in der Straße von Hormus zu platzieren, woraufhin der Iran einen Gegenangriff auf amerikanische Luftwaffenstützpunkte in Jordanien startete. US-Präsident Donald Trump drohte nach dem ersten direkten Schlagabtausch seit einem Monat mit weiteren Angriffen auf den Iran. Dies führte zu einem weiteren Anstieg der Ölpreise, schürte Inflationssorgen und stärkte die hawkishen Fed-Erwartungen.
Der Ausblick begünstigt wiederum die USD-Bullen, während ein sich verschärfender Handelskrieg zwischen den USA und Kanada als Gegenwind für den Kanadischen Dollar (CAD) wirken könnte, was die Argumente für das Auftreten von Dip-Käufen rund um das Währungspaar USD/CAD stützt. Händler blicken nun auf die wichtigsten US-Makrodaten dieser Woche, die zu Beginn eines neuen Monats anstehen, beginnend mit dem ISM Manufacturing im Laufe des heutigen Tages, wobei der Fokus weiterhin auf dem US-Nonfarm-Payrolls-(NFP)-Bericht am Freitag liegen wird.
Das Scheitern des Währungspaares USD/CAD vor dem 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei 1,3917 deutet darauf hin, dass Aufwärtsbewegungen weiterhin gedeckelt bleiben, wodurch der Fokus auf der Unterseite bleibt. Ein nachhaltiger Durchbruch über diese Barriere wäre erforderlich, um den vorherrschenden Abwärtsdruck zu mildern und den Weg für eine konstruktivere Erholungsphase zu ebnen. Bis dahin scheinen die Spotpreise anfällig für weitere Rückgänge zu sein, wobei Händler wahrscheinlich auf neue Tiefs achten werden, um die nächste Nachfragezone zu definieren.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.