Das Währungspaar GBP/JPY zieht am Dienstag frische Käufer an und steigt in der ersten Hälfte des europäischen Handelstages auf den höchsten Stand seit dem 30. Juli, um die mittleren 217,00er-Marken. Zudem stützt die vorherrschende Verkaufsneigung rund um den japanischen Yen (JPY) die Annahme einer Fortsetzung des jüngsten, seit Monatsbeginn etablierten Aufwärtstrends.
Anleger bleiben angesichts der sich verschlechternden fiskalischen Lage Japans aufgrund steigender langfristiger Zinsen, einer massiven Staatsverschuldung und expansivem Budgetdruck besorgt. Zudem sieht sich Japans Wirtschaft mit Gegenwind durch höhere Importkosten konfrontiert, da die Spannungen im Nahen Osten und Störungen rund um die Straße von Hormus die Lieferketten belasten. Dies waren wesentliche Faktoren für die Underperformance des JPY und stützten das Währungspaar GBP/JPY.
Unterdessen dürfte der Leitzins der Bank of Japan (BoJ) trotz Wetten auf eine schnellere geldpolitische Straffung bis zum Jahresende unter 1,5% bleiben. Auf der anderen Seite dürfte der Basiszins der Bank of England (BoE) das Jahr 2026 unverändert bei 3,75% beenden, womit weiterhin eine breite Spanne von rund 225-250 Basispunkten (bps) bestehen bleibt. Dies könnte den sogenannten JPY-Carry-Trade weiterhin befeuern und rechtfertigt den kurzfristig positiven Ausblick für das Währungspaar GBP/JPY.
Das Britische Pfund (GBP) bleibt derweil angesichts eines insgesamt festeren US-Dollars (USD) unter Druck und liefert dem Währungspaar kaum nennenswerten Auftrieb. Dennoch hat der Kassakurs einen erheblichen Teil der Verluste wieder aufgeholt, die durch eine seltene gemeinsame US-Japan-Intervention Ende Juli ausgelöst wurden. Zudem stützt der fundamentale Hintergrund die Annahme einer weiteren kurzfristigen Aufwärtsbewegung. Daher dürfte jeder korrigierende Pullback gekauft werden.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen diesen monat. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -1.16% | -1.24% | -0.06% | -1.10% | -1.66% | -1.26% | -0.19% | |
| EUR | 1.16% | -0.09% | 1.12% | 0.09% | -0.49% | -0.10% | 0.98% | |
| GBP | 1.24% | 0.09% | 1.22% | 0.18% | -0.43% | -0.01% | 1.08% | |
| JPY | 0.06% | -1.12% | -1.22% | -0.99% | -1.73% | -1.39% | -0.18% | |
| CAD | 1.10% | -0.09% | -0.18% | 0.99% | -0.62% | -0.64% | 0.99% | |
| AUD | 1.66% | 0.49% | 0.43% | 1.73% | 0.62% | 0.42% | 1.52% | |
| NZD | 1.26% | 0.10% | 0.00% | 1.39% | 0.64% | -0.42% | 1.09% | |
| CHF | 0.19% | -0.98% | -1.08% | 0.18% | -0.99% | -1.52% | -1.09% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.