Der mexikanische Peso verlor am Montag gegenüber dem Greenback an Boden, obwohl Wirtschaftsdaten zeigten, dass sich die Inflation in der ersten Augusthälfte beschleunigt hat, während das Wirtschaftswachstum schwächer als erwartet ausfiel. Folglich notiert das exotische Paar USD/MXN mit einem Plus von über 0,25% bei 16,96.
Wirtschaftsdaten aus Mexiko zeigten, dass die Gesamtinflation in den ersten 15 Tagen des Augusts von 3,1% auf 3,26% gestiegen ist, wie die nationale Statistikbehörde mitteilte. Die Kerninflation, die volatile Komponenten ausschließt, kühlte sich um zwei Zehntelprozentpunkte von 3,95% auf 3,94% ab.
Gleichzeitig expandierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 1,4%, nach einem Rückgang von -0,3% im Q1 2026, verfehlte jedoch die Schätzungen eines Anstiegs um 1,5%.
Auch wenn die Daten weiteren Aufwärtsspielraum gerechtfertigt hätten, begrenzten die vom Finanzministerium verhängten US-Sanktionen gegen den Iran den Anstieg der mexikanischen Währung.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum strebt nach den von US-Präsident Trump verhängten Zöllen gegen Kanada ein Handelsabkommen mit den USA an. Bemerkenswert ist, dass die USA 50% Zölle auf bestimmte kanadische Waren verhängten, nachdem die bilateralen Gespräche gescheitert waren.
US-Finanzminister Scott Bessent kündigte "beispiellose" wirtschaftliche Maßnahmen gegen den Iran an, die sich gegen wichtige Lebensadern wie digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt richten. Der wirtschaftliche D-Day mit dem Namen Operation Outcast sanktionierte fast 60 mit dem Iran verbundene Einheiten, darunter Broker-Netzwerke und Schiffe der Schattenflotte in mehreren Ländern. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Finanzierung der IRGC zu unterbinden.
Abgesehen davon richten Händler ihren Blick auf die Veröffentlichung von US-Wachstums-, Inflations- und Arbeitsmarktdaten sowie auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium am Freitag.
Im Tageschart notiert USD/MXN bei 16,9564 und setzt seinen Rückgang unterhalb des Clusters längerfristiger einfacher gleitender Durchschnitte (SMA) fort, die den Aufwärtsspielraum nun nahe 17,3341 begrenzen. Der Kurs bleibt zudem unter dem näheren Durchbruch der fallenden Widerstandstrendlinie bei 17,3653, was den bärischen Ton trotz des Relative Strength Index (RSI) bei 31,55 verstärkt, der sich vom überverkauften Bereich entfernt und nur auf ein leicht stabilisierendes Momentum hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim Dreifach-SMA-Cluster um 17,33, gefolgt vom jüngeren Durchbruch der fallenden Trendlinie nahe 17,37, wo Verkäufer wahrscheinlich wieder die Kontrolle übernehmen werden, falls sich eine technische Gegenbewegung entwickelt. Auf der Unterseite fungiert das längerfristige Durchbruchsniveau der fallenden Trendlinie bei 15,51 als entfernte strukturelle Unterstützungszone, wobei das aktuelle Setup darauf hindeutet, dass sich jede Erholung schwer tun wird, solange USD/MXN unterhalb der Spanne von 17,33 bis 17,37 handelt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.