Der mexikanische Peso dürfte die Sitzung am Dienstag mit soliden Gewinnen von 0,32% gegenüber dem US-Dollar beenden, da die Geldmärkte auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für Juli warten, während USD/MXN bei 17,08 gehandelt wird und damit ein neues 25-Monats-Tief erreicht, ein Niveau, das zuletzt im Juni 2024 gesehen wurde.
Die Industrieproduktion Mexikos für Juni verbesserte sich von einem Rückgang um -0,8% auf 0,2%, lag damit aber unter den Prognosen von 0,3%. In den zwölf Monaten bis Juni übertraf die Produktion die Erwartungen eines Anstiegs um 1,1% und lag bei 1,7%, womit der Wert von -0,7% im Mai deutlich übertroffen wurde.
Die Verbesserung der Daten sorgte für einen weiteren Rückgang von USD/MXN. Dennoch scheuten sich die Händler davor, den Wechselkurs über die Marke von 17,00 zu drücken, da sie auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für Juli warten.
Am Mittwoch umfasst der US-Wirtschaftskalender die Veröffentlichung der Inflationsdaten. Die Erwartungen deuten darauf hin, dass die Gesamtinflation im Jahresvergleich leicht von 3,5% auf 3,4% zurückgehen wird, während auch die Kernrate im Zwölfmonatszeitraum bis Juli von 2,6% auf 2,5% nachlassen dürfte.
Fallen die Daten schwächer als erwartet aus, wäre dies positiv für den mexikanischen Peso. Die Federal Reserve müsste die Zinsen nicht anheben, und infolgedessen wird das Zinsdifferenzial angesichts des anhaltenden Desinflationsprozesses weiterhin die Schwellenländerwährung begünstigen.
Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des Greenback gegenüber sechs Währungen abbildet, liegt bei 99,80, nachdem er ein Zweimonatstief von 99,40 erreicht hatte.
Auf Grundlage der Citi-Mexico-Erwartungsumfrage gehen alle Analysten davon aus, dass der Leitzins von Banxico bis zum Jahresende unverändert bei 6,50% bleiben wird. Der Median der Prognosen deutet zudem darauf hin, dass der Wechselkurs USD/MXN das Jahr bei 17,90 beenden wird.
Im Tages-Chart notiert USD/MXN bei 17,0688 und setzt seinen Rückgang unter den gebündelten gleitenden Durchschnitten fort, wobei der jüngste Dreifach-SMA-Wert bei etwa 17,3972 als Widerstand von oben wirkt. Das Paar bleibt zudem durch den fallenden Trendlinienwiderstand bei rund 17,4359 gedeckelt, während der Relative Strength Index (14) bei 29,4 in überverkauftes Terrain abrutscht, was darauf hindeutet, dass das bärische Momentum zwar überdehnt ist, aber weiterhin dominiert, solange der Kassakurs unter diesen strukturellen Deckeln bleibt.
Auf der Unterseite liegt der unmittelbare Fokus auf dem aktuellen Bereich um 17,07 als entscheidende Marke, wobei sich bei stärkerem Verkaufsdruck eine tiefere Unterstützungszone nahe der ehemaligen Widerstands-zu-Boden-Marke um 15,65 abzeichnet. Auf der Oberseite müsste sich eine Erholung zunächst die Dreifach-Simple-Moving-Average-Cluster bei 17,40 zurückerobern, gefolgt von einem Durchbruch über die fallende Trendlinienhürde bei rund 17,44, um die bärische Tendenz zu mildern und Raum für eine nachhaltigere technische Gegenbewegung zu eröffnen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.