Der mexikanische Peso verliert am Montag gegenüber dem US-Dollar etwas an Boden, da Händler nach dem schlechter als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht der vergangenen Woche Gewinne mitnehmen und der Blick auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am Mittwoch gerichtet ist. USD/MXN handelt bei 17,14 und liegt damit leicht um 0,05% im Plus.
In der vergangenen Woche geriet der Greenback durch Interventionen der US- und japanischen Behörden an den Devisenmärkten unter Druck, die darauf abzielten, den japanischen Yen zu stärken. Allerdings lässt diese Bewegung nach, da der US-Dollar-Index (DXY) um mehr als 0,20% zulegt.
Der DXY, der die Entwicklung des Buck gegenüber sechs Währungen abbildet, liegt bei 99,80, nachdem er zuvor Zweimonatstiefs bei 99,40 erreicht hatte.
Die Nonfarm Payrolls für Juli fielen schlechter als erwartet aus, da die Wirtschaft Stellen abbaut, während die Arbeitslosenquote von 4,2% auf 4,1% sank. Auch wenn dies nur eine einzelne Veröffentlichung ist, werden Händler am Donnerstag zudem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Blick behalten, um mögliche Risse am Arbeitsmarkt zu erkennen.
Abgesehen davon ist die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten auf Verbraucher- und Erzeugerseite das Highlight der Woche. Sollten die Preise den Schätzungen entsprechen, würde dies auf eine Wiederaufnahme des Disinflationsprozesses hindeuten, sofern die Federal Reserve keine Zinserhöhungen vornimmt.
Südlich der Grenze näherte sich die Inflation in Mexiko dem Ziel der Bank von Mexiko (Banxico) von 3% plus/minus 1%, wie die nationale Statistikbehörde INEGI mitteilte. Das ist eine Erleichterung für Banxico, das am 6. August einstimmig die Zinsen unverändert ließ, zugleich aber andeutete, dass die Inflationsrisiken nach oben gerichtet seien.
Laut der Citi-Mexiko-Erwartungsumfrage gehen alle Analysten davon aus, dass der wichtigste Leitzins von Banxico bis zum Jahresende unverändert bei 6,50% bleiben wird. Gleichzeitig liegt die Medianprognose für den USD/MXN-Wechselkurs zum Jahresende bei 17,90.
Im Tageschart notiert USD/MXN bei 17,1441 und behält damit kurzfristig einen bärischen Bias bei, da der Spot unter den gebündelten einfachen gleitenden Durchschnitten um 17,40 sowie unter der fallenden Widerstandstrendlinie ausgehend von der 18,16-Zone bei rund 17,44 bleibt. Das Paar handelt unter diesen wichtigen Überlagerungen, was darauf hindeutet, dass Aufwärtsbewegungen begrenzt bleiben, während der Relative Strength Index (14) nahe 33 auf ein schwaches, aber noch nicht überverkauftes Abwärtsmomentum hinweist, das vor einer deutlicheren Erholung weitere Abschwächungen zulassen könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei den gebündelten einfachen gleitenden Durchschnitten um 17,40, gefolgt von der fallenden Trendlinienbarriere nahe 17,44, wo Verkäufer wahrscheinlich wieder auftauchen werden, falls das Paar einen Korrekturanstieg versucht. Auf der Unterseite liegt die strukturelle Unterstützung an der längerfristigen Trendlinienbruchmarke nahe 15,66, wodurch der Zwischenbereich weitgehend unerschlossen bleibt und darauf hindeutet, dass jeder erneute Verkaufsdruck sich beschleunigen könnte, sollten intraday Erholungen die Begrenzung bei 17,40–17,44 nicht zurückerobern.
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Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.