EUR/USD legt am Freitag zu, gestützt von einem schwächeren US-Dollar (USD), da Händler ihre Wetten auf Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) nach einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls, NFP) zurückschrauben. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei rund 1,1562 und bewegt sich damit nahe einem Sieben-Wochen-Hoch.
Die Kursbewegung ist jedoch seit mehr als einer Woche in einer engen Spanne gefangen, wobei der 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) die unmittelbaren Aufwärtsversuche begrenzt, nachdem sich das Paar Ende Juli von unter 1,1400 erholt hatte.
Dennoch bleibt der kurzfristige Ausblick bullish, da die dovishe Neubewertung der Fed-Zinserwartungen und der Optimismus hinsichtlich des Friedens im Nahen Osten sowie der Wiedereröffnung der Straße von Hormus den US-Dollar weiter unter Druck halten könnten. Die Erholung von EUR/USD steht mit den in der kommenden Woche anstehenden Daten zum US-Verbraucherpreisindex (VPI) vor ihrer nächsten großen Bewährungsprobe.

Aus technischer Sicht zeigt der Tages-Chart, dass der 50-Tage-SMA bei 1,1471 unmittelbare Unterstützung bietet, gefolgt von der psychologischen Marke von 1,1400.
Der Relative Strength Index (RSI) bei 63 deutet auf bullishes Momentum hin, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator positiv bleibt, was darauf hindeutet, dass die Käufer im Vorteil bleiben, solange der Kurs über dem kurzfristigen Durchschnitt hält.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 100-Tage-SMA bei 1,1568, gefolgt vom 200-Tage-SMA bei 1,1629. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Niveaus würde die horizontalen Barrieren bei 1,1700 und 1,1800 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Inflationäre oder deflationäre Entwicklungen werden erfasst, indem regelmäßig die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen zusammengezählt und im sogenannten Verbraucherpreisindex (VPI) dargestellt werden. Die entsprechenden VPI-Daten werden monatlich vom US-Arbeitsministerium erhoben und veröffentlicht. Der sogenannte MoM-Wert (Month-over-Month) zeigt dabei die Preisveränderung im Vergleich zum Vormonat. Der VPI ist ein zentraler Indikator zur Einschätzung der Inflationsrate und der Kaufkraftentwicklung. In der Regel wird ein hoher VPI-Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD) gewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Aug. 12, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 0.1%
Vorher: -0.4%
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Die US-Notenbank (Fed) verfolgt ein doppeltes Mandat: die Sicherstellung von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung. Gemäß diesem Auftrag sollte die Inflation bei etwa 2 % im Jahresvergleich liegen. Doch genau dieser Aspekt stellt seit der Pandemie – die die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst – die größte Herausforderung für die Zentralbank dar. Der Preisdruck bleibt hoch, da anhaltende Lieferkettenprobleme und Engpässe die Teuerung weiter anheizen. Gleichzeitig verharrt der Verbraucherpreisindex (CPI) auf einem Mehrjahreshoch. Die Fed hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Inflation einzudämmen, und wird ihre restriktive Geldpolitik voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft beibehalten.