EUR/JPY notiert am Montag zum Zeitpunkt der Niederschrift bei rund 185,70 und zeigt nach einem ruhigen Wochenstart wenig Richtung. Die Investoren bleiben vor einer Reihe von Zentralbanksitzungen vorsichtig, während geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Erwartungen hinsichtlich der japanischen Geldpolitik das Währungspaar in einer engen Spanne halten.
Auf Seiten der Eurozone zeigten am Montag veröffentlichte Daten, dass der deutsche Erzeugerpreisindex (EPI) im Juni im Jahresvergleich um 1,8 % gestiegen ist, was eine Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 2,2 % im Mai darstellt. Auf Monatsbasis sanken die Erzeugerpreise um 0,3 %, ein stärkerer Rückgang als die von den Märkten erwarteten 0,2 %.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die Märkte erwarten weitgehend, dass die Zentralbank die Zinsen nach der Erhöhung um 25 Basispunkte bei der vorherigen Sitzung unverändert lässt. Die Investoren werden die geldpolitische Erklärung und die Kommentare von EZB-Präsidentin Christine Lagarde genau beobachten, um neue Hinweise auf den zukünftigen Zinspfad zu erhalten.
Der Euro (EUR) steht zudem unter Druck durch die eskalierenden Spannungen zwischen Israel und Iran, die weiterhin höhere Ölpreise stützen und die wirtschaftlichen Aussichten der Eurozone belasten. Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass die Märkte auch auf Hinweise von Christine Lagarde bezüglich einer möglichen weiteren Zinserhöhung bei der Sitzung im September achten.
Unterdessen bleiben die Investoren vorsichtig hinsichtlich der Möglichkeit von Devisenmarktinterventionen durch japanische Behörden. Finanzministerin Satsuki Katayama bekräftigte, dass die Regierung bereit sei, „jederzeit entschlossene Maßnahmen“ zu ergreifen, falls dies notwendig sein sollte, um übermäßige Bewegungen des japanischen Yen (JPY) entgegenzuwirken.
Laut einem Bericht von Kyodo wird erwartet, dass die Bank of Japan (BoJ) den Leitzins bei der Sitzung in der nächsten Woche unverändert bei 1 % belässt. Der Bericht deutete zudem an, dass die Entscheidungsträger weiterhin die Notwendigkeit zusätzlicher Zinserhöhungen in naher Zukunft sehen und ihre Wachstumsprognosen anheben könnten, was die Erwartungen untermauert, dass die BoJ ihre schrittweise Normalisierung der Geldpolitik fortsetzen wird.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.08% | -0.09% | 0.02% | 0.09% | -0.24% | -0.15% | 0.11% | |
| EUR | -0.08% | -0.15% | -0.06% | -0.01% | -0.31% | -0.25% | 0.03% | |
| GBP | 0.09% | 0.15% | 0.09% | 0.15% | -0.16% | -0.09% | 0.16% | |
| JPY | -0.02% | 0.06% | -0.09% | 0.09% | -0.24% | -0.13% | 0.09% | |
| CAD | -0.09% | 0.00% | -0.15% | -0.09% | -0.31% | -0.21% | 0.00% | |
| AUD | 0.24% | 0.31% | 0.16% | 0.24% | 0.31% | 0.09% | 0.36% | |
| NZD | 0.15% | 0.25% | 0.09% | 0.13% | 0.21% | -0.09% | 0.22% | |
| CHF | -0.11% | -0.03% | -0.16% | -0.09% | -0.00% | -0.36% | -0.22% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.