Die indische Rupie (INR) eröffnet am Donnerstag höher gegenüber dem US-Dollar (USD). Das Paar USD/INR fällt auf etwa 95,44, da der US-Dollar leicht nachgibt; die Aussichten für das Paar bleiben jedoch bullisch, da erneute Feindseligkeiten im Nahen Osten die Ölpreise angekurbelt haben.
Die Erzählung höherer Ölpreise ist ungünstig für die indische Rupie, da Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, in einem Umfeld hoher Ölpreise tendenziell unterdurchschnittlich abschneiden.
Im Eröffnungshandel hält der MCX-Rohölkontrakt mit Fälligkeit am 20. Juli die Gewinne vom Mittwoch bei etwa Rs. 7.115. Der MCX-Rohölkontrakt hat seit seinem mehrmonatigen Tief von Rs. 6.505 in der vergangenen Woche über 10 % zugelegt.
Am Mittwoch kündigte der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, an, dass das Memorandum of Understanding (MoU) mit Iran, das auf die Beendigung des Nahostkriegs abzielte, nach dem Austausch von Angriffen zwischen beiden Nationen beendet sei. Das US-Zentralkommando startete am Dienstag eine Reihe von Angriffen auf die militärische Infrastruktur Irans, nachdem Teheran drei Handelsschiffe angegriffen hatte, die durch die Straße von Hormus fuhren, einen kritischen Engpass für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung.
Unterdessen haben sich die Feindseligkeiten im Nahen Osten verschärft, da US-Militärkräfte begonnen haben, iranische Infrastruktur anzugreifen. Früher am Tag berichteten iranische Staatsmedien, dass mehrere US-Artilleriegranaten eine Eisenbahnbrücke westlich von Aghala in Golestan getroffen und mehrere Explosionen ausgelöst hätten.
Der US-Dollar handelt leicht schwächer, obwohl die Protokolle des Federal Open Market Committee (FOMC) der Juni-Sitzung am Mittwoch zeigten, dass die Entscheidungsträger weiterhin „Inflation als dominierendes Risiko“ sehen. Die Protokolle zeigten auch, dass mehrere Beamte der Ansicht sind, dass weitere Straffungen notwendig werden könnten.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, leicht niedriger bei etwa 100,95.
Ausländische institutionelle Investoren (FIIs) erhöhen trotz erneuter geopolitischer Risiken weiterhin ihren Anteil am indischen Aktienmarkt. Ausländische Investoren waren an allen letzten vier Handelstagen Netto-Käufer und haben ihren Anteil um Rs. 3.954,35 Crore erhöht.

USD/INR handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 95,44 niedriger. Das Paar hält jedoch eine bullische kurzfristige Tendenz, da der Spotkurs über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,10 liegt. Das Paar hält zudem den Ausbruch aus der Formation des absteigenden Dreiecks, während der Relative Strength Index (RSI) bei 54,7 auf ein moderat positives Momentum und nicht auf überkaufte Bedingungen hinweist.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung beim 20-Tage-EMA um 95,10 gesehen, gefolgt vom Tief vom 7. Mai bei 94,03. Auf der Oberseite liegt das nächste bedeutende Hindernis an der absteigenden Widerstandstrendlinie, die nahe 97,08 beginnt und den breiteren Anstieg begrenzt; diese müsste überwunden werden, um eine stärkere bullische Fortsetzung zu ermöglichen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.