Der mexikanische Peso verliert am Mittwoch gegenüber dem Greenback an Boden, da die Spekulationen über eine mögliche Aufhebung des 2020 unterzeichneten USMCA-Freihandelsabkommens zunehmen, begleitet von einer allgemeinen Stärke des US-Dollars. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der USD/MXN bei 17,55, ein Plus von 0,37 %.
Nachrichtenagenturen berichteten, dass US-Präsident Donald Trump sagte, er wolle das USMCA nicht verlängern, und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer ergänzte, dass mehr Zeit benötigt werde, um Probleme mit dem Handelsabkommen zu beheben.
Mexikos Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard erklärte, die USA hätten sich gegen eine Verlängerung des Pakts entschieden und dass das Abkommen einer jährlichen Überprüfung über 10 Jahre unterzogen werde.
Am Dienstag sandte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum einen Brief, um die 32 Jahre alte Freihandelszone um weitere 16 Jahre zu verlängern, was möglich wäre, wenn alle drei Länder einer Verlängerung zu den aktuellen Bedingungen zustimmen.
Vor diesem Hintergrund hat der USD/MXN nach einer Erholung von den Tagestiefs um 17,49 nach oben gezielt und handelt zu den aktuellen Spotpreisen.
Auf Mexikos Wirtschaftskalender stand der S&P Global Manufacturing PMI, der im Juni bei 51,3 lag, nach 49,6 im Mai.
In den USA fordern Vertreter der Autoindustrie eine schnelle Lösung, die den zollfreien Handel mit Fahrzeugen und Teilen zwischen den USA, Kanada und Mexiko wiederherstellt. Sie argumentieren, dass Zölle sie gegenüber Autoherstellern in Japan und Südkorea benachteiligen.
US-Daten waren gemischt: Die ADP-Beschäftigungsveränderung für Juni lag bei 98.000, unter den 122.000 im Mai und der Prognose von 113.000. Die US-Challenger-Entlassungen im Juni gingen um 53 % von 97.006 auf 45.849 zurück. Die Entlassungen verlangsamten sich im Juni aufgrund saisonaler Faktoren, wobei Arbeitgeber 443.604 Stellen abbauten – 40 % weniger als im Vorjahr.
Der ISM Manufacturing PMI sank im Juni leicht auf 53,3, unter den erwarteten 54,0, während der Prices Paid Index von 82,1 auf 73 fiel, was auf eine geringere Inflation hindeutet.
Die Aufmerksamkeit der Händler richtet sich auf die Veröffentlichung der US Nonfarm Payroll-Zahlen. Bestätigen die Daten die Stärke des US-Arbeitsmarktes, wird dies die Sorgen der Federal Reserve über hohe Inflation weiter untermauern. Daher werden weitere Zinserhöhungen erwartet, die den Zinsunterschied zwischen den beiden Ländern verringern würden.
In diesem Fall wird ein weiterer Anstieg des USD/MXN erwartet. Andernfalls ist in absehbarer Zeit mit einer weiteren Konsolidierung im Bereich von 17,00 bis 17,50 zu rechnen.
Im Tages-Chart notiert USD/MXN bei 17,5510 und setzt seine Erholung über die gebündelte Unterstützung des einfachen gleitenden Durchschnitts (SMA) um 17,36 sowie die zuvor durchbrochene langfristige Abwärtstrendlinie fort, die nun das zugrundeliegende Kaufinteresse stärkt. Die kurzfristige Tendenz bleibt konstruktiv, solange das Paar über diesen zurückeroberten Unterstützungen hält, wobei der Relative Strength Index (14) bei 58,18 auf ein stetiges, aber nicht überdehntes bullisches Momentum hinweist, während der Kurs einem erneuten Test der kurzfristig absteigenden Widerstandslinie folgt, die von 18,17 abgeleitet ist.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an dieser kurzfristigen abwärts geneigten Trendlinie bei etwa 17,62, und ein klarer Ausbruch über diese Barriere würde den Weg für weitere Gewinne öffnen. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung in der aktuellen Pivot-Zone um 17,55 gesehen, gefolgt von der 50-Tage-SMA-Unterstützung bei etwa 17,36, während das Niveau des Bruchs der langfristigen Trendlinie nahe 16,11 eine tiefere strukturelle Untergrenze markiert, falls sich ein breiterer Rücksetzer entfaltet.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.