Das Paar AUD/USD notiert während der frühen asiatischen Handelsstunden am Mittwoch mit leichten Gewinnen um 0,7070. Der Australische Dollar (AUD) gewinnt gegenüber dem US-Dollar (USD) an Stärke, nachdem die Reserve Bank of Australia (RBA) am Dienstag eine hawkische Zinspause verkündet hat.
Wie weithin erwartet, entschied die RBA nach Abschluss ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni, den Leitzins (Official Cash Rate - OCR) bei 4,35 % zu belassen. Dies ist eine Pause nach drei aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte (bps) zu Beginn dieses Jahres.
Trotz der unveränderten Zinspolitik signalisierten die Mitglieder des Direktoriums, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein könnten, um ihre Ziele zu erreichen. Die Mitglieder fügten hinzu, dass die australische Zentralbank weiterhin „darauf fokussiert ist, sicherzustellen, dass sich die Inflation nicht verfestigt, sobald der Impuls durch höhere Ölpreise durchgeschlagen ist.“
Positive Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Friedensabkommen zwischen den USA und Iran könnten den Aussie als risikoreichere Anlage stützen. Der US-Vizepräsident JD Vance sagte am Dienstag, dass US-Präsident Donald Trump möglicherweise vor Freitag einen vorläufigen Deal zur Beendigung des Krieges mit dem Iran veröffentlichen könnte, nachdem der US-Präsident erklärt hatte, das Abkommen sei bereits unterzeichnet worden.
Unterdessen bestätigte der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghchi, dass am selben Tag in der Schweiz eine neue Gesprächsrunde zur Erreichung eines endgültigen Friedensabkommens mit den USA beginnen werde.
Die geldpolitische Sitzung der Fed steht am Mittwoch im Fokus. Die US-Zentralbank wird voraussichtlich ihren Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 % bis 3,75 % belassen, da sie sich weiterhin im „Abwarten“-Modus befindet. Händler werden die Pressekonferenz genau verfolgen und weitere Hinweise darauf erhalten, wie der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh die US-Zentralbank in ihre nächste Ära führen wird.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.