Euro stabilisiert sich, während die Märkte US-Inflationsdaten verarbeiten und auf die EZB-Entscheidung warten

Quelle Fxstreet
  • Der Euro gewinnt an Boden, während der US-Dollar nach dem jüngsten US-Inflationsbericht nachgibt.
  • Die Märkte blicken über die höhere jährliche VPI-Inflation hinweg und konzentrieren sich auf die schwächere monatliche Kerninflation.
  • Händler erwarten die geldpolitische Entscheidung der EZB am Donnerstag, wobei eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bereits vollständig eingepreist ist.

Der Euro (EUR) hält am Mittwoch moderate Gewinne gegenüber dem US-Dollar (USD), da der Greenback nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten unter leichtem Druck steht. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert EUR/USD bei rund 1,15548 und liegt damit 0,15 % höher als am Vortag.

Der Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) ging im Mai auf 0,5 % MoM zurück, nach 0,6 % im April. Die Kerninflation verlangsamte sich von 0,4 % auf 0,2 % und blieb damit unter den Markterwartungen von 0,3 %.

Auf Jahresbasis beschleunigte sich der VPI jedoch auf 4,2 % von 3,8 %, dem höchsten Stand seit April 2023, während die Kerninflation leicht auf 2,9 % von 2,8 % anstieg. Beide Werte entsprachen den Markterwartungen.

Die Daten deuten darauf hin, dass die zugrunde liegende Inflation relativ stabil blieb, während der Anstieg der Gesamtinflation hauptsächlich durch höhere Energiepreise getrieben wurde.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, notiert bei rund 99,85 und konsolidiert leichte Verluste, da die Daten wenig an der jüngsten restriktiven Neubewertung der Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) änderten.

Unterdessen stützen das robuste US-Wirtschaftswachstum und ein stabilisierender Arbeitsmarkt die Ansicht, dass die Fed die Zinsen länger unverändert lassen kann, wobei Händler zunehmend eine Zinserhöhung bis zum Jahresende einpreisen.

Gleichzeitig stützen anhaltende Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem US-Dollar. US-Präsident Donald Trump warnte in einem Beitrag auf Truth Social, dass der Iran "zu lange gebraucht habe, um ein für sie vorteilhaftes Abkommen auszuhandeln" und dass Teheran nun "den Preis zahlen müsse."

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die Märkte haben eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte vollständig eingepreist.

Händler werden die Pressekonferenz der EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach der Sitzung genau beobachten, um Hinweise darauf zu erhalten, ob weitere Zinserhöhungen folgen könnten und wie die Entscheidungsträger planen, die steigende Inflation mit dem verlangsamten Wirtschaftswachstum angesichts höherer Energiekosten in Einklang zu bringen.


Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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