USD/CHF steigt am Dienstag leicht, da die Unsicherheit rund um die Bemühungen der USA und Irans, den Krieg zu beenden, die Risikostimmung fragil hält und die Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) stützt, während der Schweizer Franken (CHF) trotz seines Status als sicherer Hafen Schwierigkeiten hat, zuzulegen, angesichts von Warnungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Bereitschaft, gegen übermäßige Währungsschwankungen vorzugehen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt USD/CHF bei rund 0,7895 und gewinnt 0,50 %. Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen verfolgt, notiert derweil bei etwa 98,68 und gewinnt 0,20 % im Tagesverlauf.
Der geopolitische Hintergrund bleibt im Fokus, da die Bemühungen, die Gespräche zwischen Washington und Teheran wiederzubeleben, kaum Fortschritte zeigen. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag auf Truth Social, dass Iran den Vereinigten Staaten mitgeteilt habe, es befinde sich "im Zustand des Zusammenbruchs" und wolle die Straße von Hormus so schnell wie möglich wieder öffnen.
Dies folgt auf einen neuen Vorschlag Irans an die USA, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und den Krieg zu beenden, während die Nuklearverhandlungen auf eine spätere Phase verschoben werden sollen. Der Vorschlag dürfte in Washington jedoch kaum Anklang finden, da Donald Trump und seine Beamten Berichten zufolge skeptisch gegenüber dem Angebot Teherans sind, da das iranische Nuklearprogramm weiterhin der Hauptstreitpunkt bleibt.
Da kurzfristig keine Anzeichen für Gespräche erkennbar sind und die Straße von Hormus weiterhin weitgehend gestört ist, bleiben die Ölpreise erhöht, was Inflationsrisiken befeuert. Vor diesem Hintergrund erwarten die Märkte, dass die Federal Reserve (Fed) Zinssenkungen verschiebt, was wiederum die Renditen von US-Staatsanleihen steigen lässt und den Greenback weiter stützt.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch, bei der allgemein erwartet wird, dass die Zinsen im Bereich von 3,75 % bis 4,50 % unverändert bleiben. Die Märkte werden die Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell auf Hinweise zum zukünftigen Zinsverlauf analysieren.
Bei den Daten gab der 4-Wochen-Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsveränderung von zuvor 40,25K auf 39,25K nach. Das Verbrauchervertrauen blieb jedoch robust, wobei der Consumer Confidence Index des Conference Board auf 92,8 stieg, die Erwartungen von 89 übertraf und sich gegenüber dem vorherigen Wert von 91,8 (auf 92,2 revidiert) verbesserte.