EUR/USD steigt leicht an, nachdem es von Niveaus unter dem vorherigen Schlusskurs eröffnet wurde, bleibt im negativen Bereich und handelt während der asiatischen Stunden am Montag um 1,1710. Das Paar stand vor Herausforderungen, da der Euro (EUR) angesichts fragiler Friedensgespräche im Nahen Osten an Wert verlor. Händler werden voraussichtlich später am Tag die deutsche GfK-Umfrage zum Verbrauchervertrauen beobachten.
Die US-iranischen Friedensgespräche sind ins Stocken geraten, nachdem US-Präsident Donald Trump die Delegation nach Pakistan abgesagt hatte, die möglicherweise direkt mit dem Iran verhandeln sollte, berichtete Bloomberg am Sonntag. „Wenn sie reden wollen, können sie zu uns kommen oder uns anrufen. Wissen Sie, es gibt ein Telefon. Wir haben sichere Leitungen“, sagte Trump.
Trump sagte am Samstag Jared Kushner und Steve Witkoff, sie sollten die Reise nach Pakistan, das die Gespräche vermittelt, auslassen, und erklärte, dass der Iran „viel angeboten, aber nicht genug“ habe. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte, sein Land werde „keinen aufgezwungenen Verhandlungen unter Drohungen oder Blockade“ zustimmen.
CNN berichtete, dass Präsident Trump nach möglichen Schüssen beim White House Correspondents’ Dinner in Washington, DC, am Samstag schnell vom Secret Service von der Bühne begleitet wurde. Vizepräsident JD Vance und mehrere Mitglieder von Trumps Kabinett, die ebenfalls anwesend waren, wurden ebenfalls schnell evakuiert.
Der US-Dollar erhält Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Häfen, da der Waffenstillstand unter wachsendem Druck steht, da Israel und die Hisbollah trotz einer von den USA vermittelten Verlängerung des Friedensabkommens, das die Kämpfe für weitere drei Wochen hätte stoppen sollen, ihre Angriffe aufeinander verstärkt haben.
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.