Das Paar USD/JPY handelt am Montag im frühen asiatischen Handel nahezu unverändert um 159,50. Händler ziehen es vor, an der Seitenlinie zu bleiben, bis die wichtigen Zinsentscheidungen sowohl der Bank of Japan (BoJ) als auch der US-Notenbank (Fed) bekanntgegeben werden.
Die Märkte gehen davon aus, dass die japanische Zentralbank die Zinssätze am Dienstag bei 0,75 % stabil hält. Während ein „hawkisher Halt“ möglich ist, wägen die Entscheidungsträger die steigende energiegetriebene Inflation gegen die wirtschaftliche Unsicherheit durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ab.
Unterdessen könnten Interventionsängste dem JPY etwas Unterstützung bieten und dem Paar Gegenwind verleihen. Die japanischen Behörden, darunter Finanzministerin Satsuki Katayama, betonten ein „hohes Dringlichkeitsgefühl“ hinsichtlich spekulativer und schwacher JPY-Bewegungen, die durch die Spannungen im Nahen Osten ausgelöst werden.
Es wird erwartet, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) den Leitzins im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % hält, was die dritte Sitzung in Folge ohne Änderung markieren würde. Diese Sitzung könnte die letzte für Jerome Powell sein, dessen Nachfolger Kevin Warsh kurz vor der Bestätigung steht.
Die Händler werden weitere Hinweise aus der Pressekonferenz ziehen, wie die Entscheidungsträger die Auswirkungen höherer Energiekosten interpretieren und ob dies ihre längerfristige Zinsperspektive verändert. Jegliche hawkishen Äußerungen der Federal Reserve (Fed) könnten den Greenback gegenüber dem japanischen Yen (JPY) stärken.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.