Das Währungspaar AUD/JPY zieht im frühen europäischen Handel am Donnerstag einige Verkäufer auf rund 113,95 an. Unsicherheiten bezüglich der Teilnahme Irans an weiteren Friedensgesprächen könnten einer sicheren Hafenwährung wie dem japanischen Yen (JPY) gegenüber dem australischen Dollar (AUD) Unterstützung bieten.
Darüber hinaus könnten Interventionsängste den Aufwärtstrend des Währungspaares begrenzen. Japanische Behörden, darunter Finanzministerin Satsuki Katayama, betonten ein „hohes Dringlichkeitsgefühl“ hinsichtlich spekulativer und schwacher JPY-Bewegungen, die durch Spannungen im Nahen Osten ausgelöst werden.
Im Tageschart hält sich AUD/JPY gut oberhalb des mittleren Bollinger-Bandes und des 100-Perioden exponentiellen gleitenden Durchschnitts (EMA), wodurch die kurzfristige Tendenz trotz der jüngsten Pause klar bullisch bleibt. Der Kurs strebt dem Widerstand des oberen Bollinger-Bandes bei 115,58 entgegen, während der Relative Strength Index (RSI) bei 65,9 in den überkauften Bereich tendiert, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum stark, aber anfällig für Konsolidierungsphasen ist.
Auf der Oberseite würde ein entscheidender Durchbruch über das obere Bollinger-Band bei 115,60 den Weg für weitere Gewinne öffnen und den vorherrschenden Aufwärtstrend verlängern. Auf der Unterseite zeigt sich die erste Unterstützung am Tief vom 20. April bei 113,09. Die nächste wichtige Marke liegt am mittleren Bollinger-Band bei rund 112,12, mit tieferer Absicherung durch den 100-Perioden-EMA bei 108,73 und dem unteren Bollinger-Band bei 108,65, wo Käufer bei einem stärkeren korrigierenden Rücksetzer voraussichtlich wieder aktiv werden würden.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.