Pfund Sterling gibt nach, da der Fokus auf mögliche US-Iran-Verhandlungen verlagert wird

Quelle Fxstreet
  • GBP/USD gibt im frühen europäischen Handel am Freitag auf rund 1,3520 nach. 
  • Die britische Wirtschaft zeigte vor dem Iran-Krieg ein überraschendes Wachstum von 0,5%. 
  • Trump sagte, das nächste Treffen zwischen Washington und Teheran könnte am Wochenende stattfinden.

Das Währungspaar GBP/USD wird am Freitag in den frühen europäischen Handelsstunden mit leichten Verlusten nahe 1,3520 gehandelt. Das Cable schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) trotz der besser als erwarteten britischen Wirtschaftsdaten ab. Die Händler werden eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran, die an diesem Wochenende stattfinden könnte, genau beobachten. 

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Februar um 0,5% MoM und übertraf damit die Prognosen der Ökonomen von nur 0,1%, wie das Office for National Statistics zeigte. Diese Zahl deutete darauf hin, dass die britische Wirtschaft an Dynamik gewinnt. Dennoch warnten Analysten der Deutschen Bank und ING, dass dieses Momentum wahrscheinlich „veraltete Daten“ sind, die durch den Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar bereits zunichtegemacht wurden. 

Der Gouverneur der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, sagte, die Welt stehe vor einem „sehr großen Energieschock“, der die Preise nach oben treiben werde, und fügte hinzu, dass die britische Zentralbank keine übereilten Entscheidungen zu Zinserhöhungen treffen werde. Am Mittwoch warnte der Internationale Währungsfonds (IWF), dass die BoE nach dem Nahostkonflikt nicht zu schnell die Kreditkosten anheben sollte.

US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag, dass die USA und der Iran „sehr nah“ an einer Einigung seien und die Verhandlungen bereits an diesem Wochenende wieder aufgenommen werden könnten. Seine Äußerungen erfolgten, während ein 10-tägiger Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon in Kraft getreten war. Dies könnte wiederum riskantere Anlagen wie das Pfund Sterling (GBP) gegenüber dem Greenback stärken. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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