EUR/USD zieht sich zurück, da die acht Tage andauernde Aufwärtsbewegung ins Stocken gerät, während der US-Dollar sich erholt

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD fällt auf rund 1,1770 und beendet damit eine Serie von acht aufeinanderfolgenden Gewinntagen.
  • Die Inflation in der Eurozone wird für März auf 2,6 % im Jahresvergleich nach oben revidiert, der höchste Stand seit Juli 2024.
  • Der US-Dollar erholt sich nach jüngsten Verlusten moderat, während der US Dollar Index nahe Sechs-Wochen-Tiefs notiert.

EUR/USD notiert am Donnerstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 1,1770 und liegt damit 0,24 % unter dem Vortagesschlusskurs, was eine Serie von acht aufeinanderfolgenden Gewinntagen beendet. Der US-Dollar (USD) verzeichnet eine moderate Erholung, da die allgemeine Risikostimmung unterstützt bleibt und den jüngsten Verkaufsdruck auf den Greenback leicht abschwächt.

Auf europäischer Seite liefern die jüngsten Inflationszahlen fundamentale Unterstützung für die Gemeinschaftswährung. Laut revidierten Daten, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone im März um 1,3 % im Monatsvergleich, nach einem Anstieg von 0,6 % im Februar und leicht über der vorläufigen Schätzung von 1,2 %. Auf Jahresbasis wurde die Inflation auf 2,6 % nach oben revidiert, zuvor lag sie bei 1,9 %, was den höchsten Stand seit Juli 2024 markiert. Die Kerninflation, die Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausschließt, verringerte sich hingegen leicht auf 2,3 % im Jahresvergleich nach 2,4 % im Vormonat.

Der Anstieg der Gesamtinflation scheint hauptsächlich durch Energiepreise getrieben zu sein, was darauf hindeutet, dass die Rohstoffmärkte den Preisdruck in der Region nach oben treiben. Dieser Trend könnte die Europäische Zentralbank (EZB) dazu veranlassen, bei ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung am 29. und 30. April einen restriktiveren Ton anzuschlagen.

Für den Moment verfolgen die Entscheidungsträger jedoch einen vorsichtigen Kurs. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte kürzlich, dass die Institution in Bezug auf die Zinssätze „vollkommen agil“ bleiben müsse, und betonte, dass keine Voreingenommenheit zugunsten einer Straffung bestehe. In ähnlicher Weise sagte der EZB-Politiker und Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, am Donnerstag, dass es verfrüht sei, sich bei der April-Sitzung auf eine Zinserhöhung zu konzentrieren, und dass die EZB eine kritische Datenmenge benötige, bevor sie Maßnahmen ergreife.

Trotz dieser vorsichtigen Haltung rechnen die Finanzmärkte weiterhin mit einem allmählichen Straffungszyklus. Laut Reuters preisen Investoren nun nahezu vollständig eine erste Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis Juni ein, gefolgt von einer weiteren Erhöhung später im Jahr.

In den Vereinigten Staaten (USA) profitiert der US-Dollar von einer moderaten Erholung. Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 98,25, nachdem er ein Intraday-Tief von 97,83 erreicht hatte und sich nahe Sechs-Wochen-Tiefs bewegt.

Auf makroökonomischer Ebene waren die jüngsten US-Daten gemischt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken auf 207.000 und lagen damit unter den Erwartungen von 215.000, während die Industrieproduktion im März um 0,5 % im Monatsvergleich zurückging und damit die Prognosen eines Anstiegs von 0,1 % verfehlte. Der Philadelphia Fed Manufacturing Survey Index stieg hingegen im April auf 26,7 nach 18,1 im Vormonat, was auf eine Verbesserung der regionalen Fertigungsaktivität hindeutet.

Vor diesem Hintergrund richten die Marktteilnehmer nun ihre Aufmerksamkeit auf die für den weiteren Tagesverlauf geplanten Reden der EZB-Vertreter Joachim Nagel und Philip Lane, die weitere Hinweise auf die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik in der Eurozone geben könnten.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.19% 0.25% 0.14% -0.18% 0.05% 0.38% 0.27%
EUR -0.19% 0.05% -0.04% -0.37% -0.14% 0.16% 0.08%
GBP -0.25% -0.05% -0.06% -0.44% -0.21% 0.11% 0.02%
JPY -0.14% 0.04% 0.06% -0.34% -0.09% 0.17% 0.12%
CAD 0.18% 0.37% 0.44% 0.34% 0.24% 0.54% 0.46%
AUD -0.05% 0.14% 0.21% 0.09% -0.24% 0.30% 0.23%
NZD -0.38% -0.16% -0.11% -0.17% -0.54% -0.30% -0.08%
CHF -0.27% -0.08% -0.02% -0.12% -0.46% -0.23% 0.08%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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