AUD/JPY reduziert seine Tagesverluste, bleibt jedoch im negativen Bereich und handelt während der asiatischen Handelszeit am Montag um 112,40. Das Währungspaar stand vor Herausforderungen, da der Australische Dollar (AUD) schwächer wurde, als die Risikoaversion zunahm, nachdem der US-Vizepräsident JD Vance erklärte, dass Washington und Teheran nach 21 Stunden Gesprächen in Islamabad keine Friedensvereinbarung erzielen konnten.
US-Präsident Donald Trump sagte, Washington werde mit der Blockade aller Schiffe beginnen, die die Straße von Hormus befahren oder verlassen, während das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte, dass ab Montag 10 Uhr ET (14:00 GMT) Operationen gegen den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen durchgeführt werden.
Steigende Energiekosten haben ebenfalls Inflationssorgen angeheizt, wobei Australiens monatlicher Inflationsindikator im März mit 1,3 % einen Rekordwert erreichte, was seit Ende 2025 erneuten Preisdruck signalisiert. Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Zinsen bereits um 50 Basispunkte auf 4,10 % erhöht, und die Märkte erwarten nun eine weitere Zinserhöhung im Mai.
Die Abwärtsbewegung des EUR/JPY-Paares könnte begrenzt sein, da der japanische Yen (JPY) angesichts von Stagflationssorgen bei steigenden Ölpreisen kämpft. Die steigenden Energiekosten befeuern die Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ).
Die BoJ wird ihre nächste geldpolitische Entscheidung am 28. April treffen, bei der die Entscheidungsträger bewerten werden, ob die erhöhten globalen Energie- und Rohstoffpreise eine Straffung rechtfertigen. Die 10-jährige japanische Staatsanleiherendite stieg am Montag auf rund 2,47 %, da die Ölpreise nach dem Scheitern der US-Iran-Friedensgespräche stark anstiegen.
Der Sakura-Bericht zeigte, dass die Vorstandsmitglieder die Inflationsrisiken nach oben gegen die Wachstumsrisiken nach unten abwägen, nachdem die Filialleiter am 6. April zusammenkamen. Alle neun Regionen bestätigten, dass ihre Volkswirtschaften entweder „mäßig erholen“, „sich erholen“ oder „mäßig erholen“.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.