EUR/CAD hält seine Position nach der Verringerung der Intraday-Verluste und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Montag um 1,6200. Das Währungspaar bleibt jedoch im negativen Bereich, da der Euro (EUR) angesichts der gestiegenen Risikoaversion nach dem Scheitern der Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran kämpft.
Der US-Vizepräsident JD Vance bestätigte, dass die US-Iran-Gespräche in Islamabad nach 21 Stunden Verhandlungen ohne Einigung endeten. Präsident Donald Trump bestätigte auf Truth Social, dass die Blockade von Schiffen, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen, heute, am 13. April, um 10:00 Uhr ET (14:00 GMT) beginnen wird.
Die jährliche Inflation in der Eurozone stieg im März auf 2,5 %, den höchsten Wert seit Januar 2025, und übertraf damit das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % angesichts steigender Energiepreise. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass die Geldpolitik restriktiv bleiben wird, bis die Inflation nachhaltig zum Ziel zurückkehrt.
Jan von Gerich und Tuuli Koivu von Nordea prognostizierten in ihrem Ausblick vor dem Waffenstillstand vier Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte ab Juni. Sie betonen, dass der breitere Preisdruck anhält und selbst eine Beilegung des Konflikts die Notwendigkeit einer Straffung durch die EZB nicht beseitigen würde.
Das EUR/CAD-Paar kämpft ebenfalls, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) durch die steigenden Ölpreise Unterstützung erhalten könnte, da Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels über 7 % höher bei etwa 96,90 USD pro Barrel. Die Rohölpreise steigen, da die Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder eskalieren und die Befürchtungen über eine mögliche Blockade der Straße von Hormus zunehmen.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.