AUD/USD stabilisiert sich nach moderaten Gewinnen am vorherigen Handelstag und bewegt sich während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag um 0,6920. Das Paar zeigt nach der Veröffentlichung des australischen S&P Global Einkaufsmanagerindex (PMI) nur begrenzte Bewegungen.
Der saisonbereinigte S&P Global Australia Services PMI lag im März bei 46,3 und fiel damit deutlich von 52,8 im Februar. Die Kontraktion der Aktivität war erheblich und markierte den stärksten Rückgang seit November 2023. Gleichzeitig sank der Composite PMI im März auf 46,6 von 52,4 im Februar, was erstmals seit achtzehn Monaten eine Kontraktion der Geschäftstätigkeit im privaten Sektor anzeigt.
Andrew Harker, Economics Director bei S&P Global Market Intelligence, erklärte: „Die S&P Global Australia Services PMI-Daten für März verdeutlichen die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die Unternehmen, und die Ergebnisse sind besorgniserregend. Die Auswirkungen auf die Preise waren ebenfalls deutlich, angesichts weit verbreiteter Berichte über steigende Kraftstoffkosten, die die Inflation insbesondere im Transport- und Lagersektor angetrieben haben.“
Darüber hinaus bleibt das AUD/USD-Paar stabil, da Händler die Frist von US-Präsident Donald Trump bezüglich der Straße von Hormus genau beobachten. Trump warnte, dass er iranische Kraftwerke und Brücken ins Visier nehmen könnte, falls seine Forderungen nicht bis 20 Uhr Eastern Time erfüllt werden.
Das Institute for Supply Management (ISM) berichtete am Montag, dass der Services PMI im März auf 54,0 von 56,1 im Februar zurückging. Die Zahl lag unter den Erwartungen von 55,0 und signalisiert einen leichten Verlust an Momentum im Sektor.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.