EUR/USD stabilisiert sich unter 1,1550 mit Fokus auf die Spannungen im Iran

Quelle Fxstreet
  • Das Paar EUR/USD hält sich im frühen asiatischen Handel am Dienstag stabil in der Nähe von 1,1540. 
  • Trump erneuerte die Drohung mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke. 
  • Der US ISM EMI für den Dienstleistungssektor sank im März auf 54,0 und lag damit unter dem Konsens. 

Das Paar EUR/USD pendelt im frühen asiatischen Handel am Dienstag um die Marke von 1,1540. Das wichtige Währungspaar stabilisiert sich, während die Händler die Frist des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich der Straße von Hormus beobachten. Die US-Daten zu den langlebigen Gütern und der ADP-Beschäftigungsbericht stehen später am Dienstag an. 

US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, dass der jüngste Vorschlag für einen US-Waffenstillstand mit Iran „nicht gut genug“ sei. Er drohte damit, am Dienstag iranische Kraftwerke und Brücken ins Visier zu nehmen, falls die strategische Wasserstraße nicht wieder geöffnet wird, und setzte eine genaue Frist bis 20 Uhr Eastern Time (00:00 GMT Mittwoch).

Die Händler nehmen die eskalierende Iran-Krise zur Kenntnis, wobei alle Augen auf die jüngste Frist von Trump zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gerichtet sind. Jegliche Anzeichen einer Eskalation könnten eine sichere Hafenwährung wie den US-Dollar (USD) stärken und dem wichtigen Währungspaar Gegenwind verschaffen. 

Die am Montag vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichten Daten zeigten, dass der EMI für den Dienstleistungssektor im März auf 54,0 von 56,1 im Februar nachgab. Dieser Wert lag unter den Erwartungen von 55,0 und signalisierte einen gewissen Verlust an Schwung im Sektor.

Ein hawkischer Ton der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte die Gemeinschaftswährung stützen. Die Märkte rechnen nun mit 2–3 Zinserhöhungen im Jahr 2026 aufgrund der stark gestiegenen energiegetriebenen Inflation, was eine deutliche Abweichung von den bisherigen Erwartungen einer Zinshaltung darstellt.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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