Das Paar NZD/USD zieht nahe der Region von 0,5680, also über einem während der asiatischen Sitzung am Montag erneut getesteten Viermonatstief, einige Käufer an und scheint vorerst eine zweitägige Verlustserie beendet zu haben. Die Kassakurse notieren derzeit knapp über der Marke von 0,5700 und liegen damit im Tagesverlauf fast 0,25 % im Plus, wobei das Aufwärtspotenzial jedoch begrenzt erscheint.
Bloomberg berichtete unter Berufung auf Axios, dass die USA, der Iran und regionale Vermittler über die Bedingungen für einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand verhandeln, der zu einem Ende der Kämpfe führen könnte. Die Schlagzeilen bieten eine vorübergehende Entlastung für die fragile globale Risikostimmung und schwächen den Status des US-Dollars (USD) als globale Reservewährung, was sich als ein Schlüsselfaktor erweist, der dem Paar NZD/USD etwas Unterstützung verleiht. Die Anleger bleiben jedoch angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten nervös.
US-Präsident Donald Trump drohte damit, die zivile Infrastruktur Irans, einschließlich Kraftwerke und Brücken, zu zerstören, falls Teheran seine Frist zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus bis Dienstag nicht einhält. Der Iran hingegen stellte eine neue Bedingung auf und erklärte, dass der Transit durch die strategische Wasserstraße wieder aufgenommen werden könne, wenn ein Teil der Einnahmen zur Entschädigung Irans für kriegsbedingte Schäden verwendet wird. Zudem bleiben die Chancen auf eine Einigung in den nächsten 48 Stunden gering.
Unterdessen sorgen sich die Anleger, dass der kriegsbedingte Anstieg der Energiepreise den Inflationsdruck wieder anfachen und die großen Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank (Fed), zu einer restriktiveren Haltung zwingen könnte. Tatsächlich preisen Händler nun eine höhere Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed die Kreditkosten im Jahr 2026 anheben wird, was dem USD Rückenwind verleihen könnte. Dies könnte das Aufwärtspotenzial für das Paar NZD/USD begrenzen und mahnt bullische Händler zur Vorsicht.
Die Händler blicken nun der Veröffentlichung des US-ISM Services PMI im weiteren Verlauf der nordamerikanischen Sitzung entgegen, um neuen Schwung zu erhalten, wobei die Liquidität aufgrund des Ostermontag-Feiertags in vielen globalen Finanzmärkten dünn ist. Dennoch macht der fundamentale Hintergrund es ratsam, auf Anschlusskäufe zu warten, bevor bestätigt werden kann, dass das Paar NZD/USD einen kurzfristigen Boden gebildet hat und eine Positionierung für eine weitere Aufwärtsbewegung erfolgt.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.