EUR/CAD hält Gewinne über 1,6050, während die Ölpreise nachgeben

Quelle Fxstreet
  • EUR/CAD hält Gewinne, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar unter Druck steht, belastet durch nachgebende Ölpreise.
  • WTI gab nach Berichten über Gespräche zwischen den USA, Iran und Vermittlern über einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand nach.
  • Händler erwarten, dass die EZB die Geldpolitik restriktiv hält, bis die Inflation nachhaltig auf das 2%-Ziel zurückkehrt.

EUR/CAD bewegt sich am zweiten Handelstag in Folge kaum und notiert während der frühen europäischen Handelsstunden am Montag um 1,6070. Das Währungspaar bleibt jedoch im positiven Bereich, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) angesichts nachgebender Ölpreise kämpft, da Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.

Der West Texas Intermediate (WTI)-Ölpreis gibt nach, nachdem er am Vortag über 10 % zugelegt hatte, und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 102,80 USD pro Barrel. Die Rohölpreise gaben nach Berichten nach, dass die Vereinigten Staaten (US), Iran und regionale Vermittler über Bedingungen für einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand verhandeln. Die Abwärtsbewegung der Ölpreise könnte jedoch begrenzt sein, da ungenannte Quellen laut einem von Bloomberg zitierten Bericht von Axios geringe Chancen sehen, dass innerhalb der nächsten 48 Stunden eine Einigung erzielt wird.

US-Präsident Donald Trump erhöhte den Druck auf den Iran, die Straße von Hormus, eine wichtige globale Ölrouten, wieder zu öffnen, und warnte, dass ein Nichterfüllen bis Dienstag Angriffe auf wichtige Infrastrukturen, einschließlich Kraftwerke und Brücken, auslösen könnte.

Darüber hinaus könnte das Währungspaar EUR/CAD an Boden gewinnen, da der Euro (EUR) angesichts der hawkischen Haltung zur geldpolitischen Ausrichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) stärker bleibt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde und andere Entscheidungsträger haben bekräftigt, dass die Geldpolitik restriktiv bleiben wird, bis die Inflation nachhaltig auf das 2%-Ziel zurückkehrt.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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