AUD/USD fiel am Mittwoch um etwa 1,15% und verzeichnete einen weiteren scharfen Rückschlag von der Marke 0,7100, um sich nahe 0,7025 einzupendeln. Das Paar stieg zu Beginn der Sitzung kurz über 0,7120, bevor die Verkäufer die Kontrolle übernahmen und ein Muster gescheiterter Versuche zur Rückeroberung des Jahreshochs nahe 0,7190 fortsetzten. Die große bärische Kerze vom Mittwoch löschte die Gewinne der beiden vorhergehenden Sitzungen aus und verschob das Paar zurück in den unteren Bereich seiner jüngsten Konsolidierungsrange.
Die Federal Reserve (Fed) hielt die Zinsen wie erwartet, aber die Pressekonferenz von Vorsitzendem Jerome Powell neigte sich hawkisch. Powell stellte fest, dass der Fortschritt bei der Inflation langsamer war, als die Zentralbank gehofft hatte, während die aktualisierte Zusammenfassung der wirtschaftlichen Projektionen die Prognose für die Kerninflation 2026 von 2,5% im Dezember auf 2,7% anhob. Der Erzeugerpreisindex (PPI) vom Mittwoch verstärkte dieses Thema, da der PPI um 0,7% im Vergleich zum Vormonat stieg, während der Konsens bei 0,3% lag und die Jahresrate von 2,9% auf 3,4% anstieg.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) erhöhte die Zinsen in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung am Dienstag um 25 Basispunkte auf 4,10% in einer knappen Abstimmung von 5-4. Gouverneurin Michele Bullock verwies auf erneute Kapazitätsdruck und den inflationsbedingten Einfluss der steigenden Energiepreise, die mit dem Konflikt im Nahen Osten verbunden sind. Der australische Beschäftigungsbericht für Februar am Donnerstag ist die nächste wichtige Veröffentlichung, wobei die Märkte mit 20,3K neu geschaffenen Arbeitsplätzen und einer Arbeitslosenquote von 4,1% rechnen. Die Finanzstabilitätsüberprüfung der RBA, die ebenfalls am Donnerstag fällig ist, könnte weitere Einblicke geben, wie der Vorstand die Risiken für Haushalte durch steigende Hypothekenkosten einschätzt.

Im Tageschart handelt AUD/USD bei 0,7022. Die kurzfristige Tendenz ist leicht bullisch, solange der Preis über dem steigenden 50-Tage exponentiellen gleitenden Durchschnitt bleibt, der weiterhin nach oben zeigt und deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt liegt, was einen etablierten mittelfristigen Aufwärtstrend bestätigt. Das Paar konsolidiert unter den jüngsten Höchstständen, nachdem es nicht über den Bereich von 0,7150 hinausgekommen ist, aber der Stochastische Oszillator, der sich von überkauft zurückzieht und sich in Richtung Mittelbereich bewegt, spiegelt eine normale Abkühlung des Momentums wider, anstatt ein Umkehrsignal zu sein, solange die Käufer die jüngsten höheren Tiefs verteidigen.
Die erste Unterstützung liegt bei 0,7010, knapp unter dem aktuellen Kurs, wobei ein täglicher Schlusskurs unter diesem Niveau den Weg in den höheren Bereich von 0,6960 öffnen würde, wo der 50-Tage-EMA zusätzlichen Abwärtsschutz bietet. Ein tieferer Rückgang würde 0,6900 als nächste wichtige Unterstützung und potenzielle Linie im Sand für die aktuelle bullische Struktur offenbaren. Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei 0,7075, gefolgt von 0,7120, wo frühere Swing-Hochs gruppiert sind, während ein Durchbruch über 0,7150 eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung der Region 0,7200 signalisieren würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.