AUD/JPY Kursprognose: Steigt in Richtung Jahreshoch nahe 112,00

Quelle Fxstreet
  • AUD/JPY gewinnt 0,38%, da die hawkischen Bemerkungen von RBA-Gouverneurin Bullock den Aussie stärken.
  • Der Preis testet die obere Trendlinie des aufsteigenden Kanals, während der RSI im bullischen Bereich bleibt.
  • Ein Ausbruch über 111,70 öffnet 112,00 und 112,82, während Konsolidierungsrisiken bestehen bleiben.

Der AUD/JPY erholt sich von früheren Verlusten und steigt am Dienstag um etwa 0,38%, obwohl die Risikoaversion die Finanzmärkte beherrscht, da die Spannungen im Nahen Osten zugenommen haben. Die hawkischen Kommentare von RBA-Gouverneurin Bullock treiben den australischen Dollar nach oben. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt das Paar bei 111,62.

AUD/JPY Preisprognose: Technischer Ausblick

Das technische Bild des AUD/JPY ist konstruktiv, da das Paar die obere Trendlinie eines aufsteigenden Kanals vor dem Meilenstein von 112,00 testet.

Der Momentum bleibt bullisch, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt, jedoch war der letzte Anstieg nicht ausreichend, um den vorherigen im RSI zu übertreffen, was darauf hindeutet, dass das Paar konsolidieren könnte, bevor es höher zielt.

Bei weiterem Auftrieb ist der erste Widerstand das Jahreshoch bei 111,70. Sobald dieses überschritten ist, wäre das nächste Ziel 112,00, gefolgt von 112,82, das sich aus der Summe des YTD-Hochs bei 111,70 und dem Average True Range (ATR) von 112 ergibt.

AUD/JPY Preisdiagramm – Täglich

AUD/JPY Tagesdiagramm

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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