Das USD/JPY-Paar erhält zu Beginn einer neuen Woche frische Käufe und klettert zurück näher an das Hoch der letzten Woche, obwohl es an Folgekäufen mangelt und während der asiatischen Sitzung unter der Marke von 157,00 bleibt.
Ein koordinierter militärischer Schlag der USA und Israels gegen den Iran markiert eine dramatische Eskalation der geopolitischen Spannungen und verunsichert die globalen Märkte. Hinzu kommt, dass die Befürchtungen, die Schließung der Straße von Hormuz – einem kritischen maritimen Engpass – könnte die Ölpreise in die Höhe treiben und eine globale wirtschaftliche Abkühlung auslösen, den Status des US-Dollars (USD) als globale Reservewährung stärken. Dies erweist sich als ein wichtiger Faktor, der dem USD/JPY-Paar Rückenwind verleiht.
In der Zwischenzeit bietet der globale Fluchtinstinkt in sichere Häfen, zusammen mit den Erwartungen, dass die Bank of Japan (BoJ) an ihrem Normalisierungspfad festhalten wird, etwas Unterstützung für den japanischen Yen (JPY). Darüber hinaus wirken die Ängste, dass die Behörden eingreifen würden, um einen weiteren Rückgang des JPY zu stoppen, als Gegenwind für das USD/JPY-Paar. Dies wiederum rechtfertigt eine gewisse Vorsicht, bevor aggressive bullische Wetten platziert und Positionierungen für eine weitere Aufwertung des Währungspaares vorgenommen werden.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.