EUR/JPY verliert weiterhin an Boden und handelt während der asiatischen Stunden am Freitag bei etwa 183,80. Das Währungspaar schwächt sich, da der japanische Yen (JPY) nach den gemischten Inflationsdaten aus Tokio stärker wird.
Der Tokioter Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Februar um 1,6% im Jahresvergleich (YoY), nach 1,5% zuvor. Der VPI ohne frische Lebensmittel erhöhte sich um 1,8% YoY und übertraf die Prognose von 1,7%, fiel jedoch von 2,0%. Der VPI ohne frische Lebensmittel und Energie sank unterdessen von 2,0% auf 1,8% YoY.
Die Kerninflation in Tokio fiel zum ersten Mal seit 2024 unter das Ziel von 2% der Bank of Japan (BoJ). Dennoch bleibt das Preiswachstum im historischen Vergleich hoch, und die jüngsten hawkischen Äußerungen von Entscheidungsträgern unterstützen weiterhin die Erwartungen an eine weitere Straffung der Geldpolitik.
Der Tokioter Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Februar um 1,6% YoY, nach 1,5% zuvor. Der VPI ohne frische Lebensmittel erhöhte sich um 1,8% YoY und übertraf die Prognose von 1,7%, fiel jedoch von 2,0%. Der VPI ohne frische Lebensmittel und Energie sank unterdessen von 2,0% auf 1,8% YoY.
BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda wiederholte, dass die Zinsen weiter steigen werden, wenn sich die wirtschaftlichen und preislichen Prognosen bewahrheiten. Vorstandsmitglied Hajime Takata fügte hinzu, dass weitere Erhöhungen schrittweise erfolgen sollten.
Die Märkte richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die Arbeitsmarktdaten aus Deutschland, einschließlich der Veränderungen bei der Arbeitslosigkeit und der Arbeitslosenquote, im Vorfeld der Veröffentlichung der deutschen VPI-Zahlen später in der Sitzung.
Die deutsche Wirtschaft hat aufgrund ihrer Größe und Bedeutung innerhalb der Eurozone einen erheblichen Einfluss auf den Euro. Eine starke Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wirkt oft stützend auf den Euro, während eine Schwächephase die Gemeinschaftswährung belastet.
Deutschland ist die größte Volkswirtschaft der Eurozone und damit ein einflussreicher Akteur in der Region. Während der Eurokrise 2009-2012 spielte Deutschland eine Schlüsselrolle bei der Einrichtung von Rettungsfonds zur Unterstützung verschuldeter Länder und trieb den „Fiskalpakt“ voran.
Bunds sind von der deutschen Regierung ausgegebene Staatsanleihen, die regelmäßige Zinszahlungen, sogenannte Kupons, an ihre Inhaber leisten. Am Ende der Laufzeit wird der vollständige Nennwert der Anleihe zurückgezahlt. Da Deutschland die größte Volkswirtschaft der Eurozone stellt, dienen Bunds als maßgeblicher Referenzpunkt für andere europäische Staatsanleihen. Langfristige Bunds gelten als besonders sichere Anlage, da sie durch das Vertrauen und die Kreditwürdigkeit des deutschen Staates gestützt werden. Aus diesem Grund werden sie von Investoren in Krisenzeiten als sicherer Hafen betrachtet, während ihr Wert in Phasen wirtschaftlicher Stabilität tendenziell fällt.
Die Renditen deutscher Bundesanleihen, die sogenannten Bund Yields, geben an, welche jährliche Rendite ein Anleger beim Halten dieser Staatsanleihen erwarten kann. Wie bei anderen Anleihen erhalten Investoren regelmäßige Zinszahlungen, den sogenannten Kupon, sowie die vollständige Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit. Während der Kupon fest ist, schwankt die Rendite, da sie die Preisentwicklung der Anleihe berücksichtigt – und damit einen realistischeren Eindruck von der tatsächlichen Rendite vermittelt. Fällt der Preis einer Bundesanleihe, steigt die Rendite, da der Kupon im Verhältnis zum Kaufpreis höher wird, und umgekehrt. Dies erklärt, warum Bund-Renditen sich entgegengesetzt zu ihren Preisen entwickeln.
Die Bundesbank ist das Herzstück der deutschen Geldpolitik und spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Wirtschaft. Ihr vorrangiges Ziel: die Inflationsrate niedrig zu halten und so für stabile Preise zu sorgen. Neben dieser Kernaufgabe überwacht die Bundesbank den Zahlungsverkehr und nimmt eine Schlüsselrolle bei der Finanzaufsicht wahr. Als eine der einflussreichsten Zentralbanken Europas ist sie bekannt für ihre konservative Haltung, die Preisstabilität stets über kurzfristiges Wirtschaftswachstum stellt. Ihre strikte Linie prägte maßgeblich die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), die heute eine zentrale Rolle im Euro-Währungsraum spielt.