NZD/USD fällt auf nahe 0,5980, da USD positiv wird

Quelle Fxstreet
  • NZD/USD fällt auf fast 0,5890, während der US-Dollar frühe Verluste ausgleicht und positiv wird.
  • Die anhaltende Unsicherheit über die Handelspolitik der USA könnte den US-Dollar belasten.
  • Die RBNZ wird voraussichtlich in naher Zukunft die Zinsen nicht erhöhen.

Das Paar NZD/USD liegt während der europäischen Handelssitzung am Donnerstag um 0,2% bei fast 0,5980 im Minus. Das Kiwi-Paar steht unter Druck, da der US-Dollar (USD) vor der Eröffnung des US-Marktes positiv wird.

Zum Zeitpunkt der Erstellung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, leicht höher bei fast 97,70.

Früher am Tag öffnete der US-Dollar niedriger, da die Unsicherheit über die Handelspolitik der Vereinigten Staaten (US) weiterhin anhielt. Diese Unsicherheit bleibt bestehen, da Anleger befürchten, dass Washingtons Handelspartner, die Handelsabkommen unterzeichnet haben, das Weiße Haus zu einer Überarbeitung zwingen könnten, nachdem der Oberste Gerichtshof (SC) gegen die Zollpolitik von Präsident Donald Trump entschieden hat.

Um dem entgegenzuwirken, hat Washington globale Zölle von 10% angekündigt und darauf hingewiesen, dass die Einfuhrzölle auf einige Länder auf 15% oder mehr erhöht werden könnten.

Im Hinblick auf die Geldpolitik haben die Vertreter der Federal Reserve (Fed) angedeutet, dass der aktuelle geldpolitische Zustand angemessen ist, um die Risiken für Beschäftigung und Inflation auszugleichen.

Unterdessen notiert der neuseeländische Dollar (NZD) niedriger, da die Erwartungen, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) in naher Zukunft die Zinsen erhöhen wird, schwinden. Die hawkischen Aussichten der RBA haben sich verringert, da Gouverneurin Anna Breman in der geldpolitischen Bekanntgabe letzte Woche sagte, dass die Wirtschaft weiter wachsen könnte, ohne inflationäre Druck zu erzeugen.

 

Zentralbanken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.

Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.

Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.

Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.


Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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