Das Währungspaar AUD/USD hat Schwierigkeiten, von der starken Kursbewegung des Vortages zu profitieren und handelt in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung am Donnerstag mit einer leichten negativen Tendenz. Die Kassakurse halten sich jedoch über der Marke von 0,7100 und scheinen bereit zu sein, weiter zu steigen, unterstützt durch eine Kombination von Faktoren.
Die am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Verbraucherpreisindexzahlen Australiens haben die Marktwetten auf eine weitere Zinserhöhung durch die Reserve Bank of Australia (RBA) im Mai angehoben, was den Aussie weiterhin stützen könnte. Der US-Dollar (USD) hingegen bleibt defensiv angesichts der Unsicherheit über die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. Dies, zusammen mit einem positiven Ton an den Aktienmärkten, bestätigt die kurzfristige positive Aussicht für das Währungspaar AUD/USD.
Der nächtliche Ausbruch durch eine über eine Woche alte Handelsspanne um die Marke von 0,7100 wurde als wichtiger Auslöser für die Bullen angesehen. Darüber hinaus halten sich die Kassakurse über dem steigenden 100-Perioden Exponential Moving Average (EMA) auf dem 4-Stunden-Chart, was den jüngsten Aufwärtstrend intakt hält. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie steht über der Signallinie, leicht im positiven Bereich, und das positive Histogramm, obwohl bescheiden, deutet darauf hin, dass Käufer bei Rücksetzern die Kontrolle behalten.
In der Zwischenzeit bleibt der Relative Strength Index bei 58 über seiner Mittellinie und signalisiert positives, aber nicht extremes Momentum. Unmittelbare Unterstützung entsteht bei 0,7080, gefolgt von festerer Unterstützung im Bereich von 0,7040 in der Nähe des 100-Perioden EMA. Ein Bruch unter 0,7040 würde die bullische Struktur schwächen. Auf der Oberseite liegt der anfängliche Widerstand bei 0,7125, knapp über den jüngsten Höchstständen, wobei ein nachhaltiger Durchbruch durch diese Barriere den Weg zu 0,7170 als nächste Widerstandszone öffnet.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.