Das Währungspaar AUD/JPY stürzt während der frühen europäischen Sitzung am Montag auf nahezu 109,05. Erneute Ängste vor einem Handelskrieg, steigende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Unsicherheit bieten einer sicheren Währung wie dem Japanischen Yen (JPY) gegenüber dem Aussie etwas Unterstützung.
Andererseits könnte eine hawkische Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) helfen, die Verluste des Australischen Dollars (AUD) zu begrenzen. Stärker als erwartete Wirtschaftsdaten haben die Erwartungen verstärkt, dass die australische Zentralbank eine straffende Haltung beibehalten wird, um anhaltenden Inflationsdruck zu adressieren.
Im Tages-Chart hält sich AUD/JPY über dem 100-Tage-EMA, was den breiteren Aufwärtstrend verstärkt. Der Preis schwebt knapp über dem 20-Tage-Mittelband des Bollinger Bands, während die Bänder weit bleiben, was auf eine erhöhte Volatilität hinweist. Der RSI bei 56,29 ist neutral und spiegelt einen abgekühlten Momentum von den jüngsten überkauften Werten wider. Die anfängliche Unterstützung liegt am Mittelband bei 108,82, mit einem tieferen Boden am unteren Band bei 106,98.
Auf der Oberseite steht der Widerstand am oberen Bollinger Band bei 110,65. Ein täglicher Schlusskurs über dieser Barriere könnte den Aufwärtstrend verlängern. Der steigende 100-Tage-EMA bei 104,35 stützt die Struktur und würde tiefere Rückgänge abfedern.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.