EUR/USD stabil, während die EZB die Zinsen hält, US-Arbeitsmarktdaten senden gemischte Signale

Quelle Fxstreet
  • Der Euro handelt ohne klare Richtung nach einer weitgehend erwarteten geldpolitischen Entscheidung in der Eurozone.
  • Die Europäische Zentralbank hebt eine widerstandsfähige Wirtschaft hervor, erkennt jedoch ein unsichereres globales Umfeld an.
  • Gemischte US-Indikatoren halten Zweifel an der Dynamik des Arbeitsmarktes lebendig.

EUR/USD handelt am Donnerstag zum Zeitpunkt der Erstellung bei 1,1800 und bleibt damit im Tagesverlauf nahezu unverändert, während die Anleger die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) und eine Reihe gemischter wirtschaftlicher Veröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten (USA) verdauen.

Die Europäische Zentralbank gab am Donnerstag nach ihrer Sitzung zur Geldpolitik im Februar bekannt, dass sie ihre Leitzinsen unverändert ließ, was den Markterwartungen entspricht. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte bleibt bei 2,15 %, der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,4 % und der Einlagenzinssatz bei 2 %. In ihrer Erklärung sagte die EZB, dass die Wirtschaft der Eurozone in einem herausfordernden globalen Umfeld widerstandsfähig bleibt, unterstützt durch eine niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor, die schrittweise Umsetzung öffentlicher Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sowie die unterstützenden Effekte vergangener Zinssenkungen.

Gleichzeitig erkannte die Zentralbank an, dass die Aussichten unsicher bleiben, insbesondere aufgrund anhaltender geopolitischer Spannungen und der anhaltenden Unsicherheit in Bezug auf die globalen Handelspolitiken.

Bei der Pressekonferenz betonte die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, dass die Risiken für Wachstum und Inflation insgesamt ausgewogen sind. Sie bekräftigte den Willen der Institution, sicherzustellen, dass die Inflation mittelfristig bei ihrem Ziel von 2 % stabilisiert wird, und betonte, dass zukünftige Entscheidungen strikt datenabhängig bleiben und von Sitzung zu Sitzung getroffen werden, ohne sich auf einen bestimmten Zinspfad festzulegen.

Christine Lagarde wies auch darauf hin, dass die Stärke des Euro (EUR) in die aktuellen Prognosen einfließt und dass ein stärkerer Euro die Inflation schneller senken könnte als derzeit erwartet, während sie erneut betonte, dass die EZB kein Wechselkursziel hat, auch wenn sie die Entwicklungen auf den Devisenmärkten genau überwacht.

In den Vereinigten Staaten haben kürzlich veröffentlichte Daten gemischte Signale gesendet. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für Dienstleistungen des Institute for Supply Management (ISM) bestätigte am Mittwoch, dass die Aktivität im Januar weiterhin in solidem Tempo zunahm, jedoch der Beschäftigungskomponente leicht zurückging, was Bedenken über den Arbeitsmarkt schürte. Diese Sorgen wurden durch den ADP-Beschäftigungsbericht verstärkt, der zeigte, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen im privaten Sektor im Januar deutlich unter den Erwartungen lag.

Am Donnerstag zeigte der wöchentliche Bericht des US-Arbeitsministeriums, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 231.000 von 209.000 in der Vorwoche gestiegen sind, während auch die fortlaufenden Anträge zugenommen haben. Zusätzlich zu den schwächeren Signalen auf dem Arbeitsmarkt zeigte die Umfrage zu offenen Stellen und Arbeitsumschlägen (JOLTS), dass die offenen Stellen im Dezember auf 6,542 Millionen gefallen sind, von revidierten 6,928 Millionen im November und damit deutlich unter den Markterwartungen von 7,2 Millionen.

Vor diesem Hintergrund scheinen Währungshändler zögerlich zu sein, starke Richtungspositionen auf EUR/USD einzunehmen. Das Fehlen von Überraschungen seitens der Europäischen Zentralbank und die widersprüchlichen Signale aus der US-Wirtschaft halten das Paar in einer Konsolidierungsphase.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.01% 0.77% -0.09% -0.05% 0.40% 0.23% -0.17%
EUR 0.01% 0.78% -0.06% -0.04% 0.41% 0.25% -0.15%
GBP -0.77% -0.78% -0.85% -0.82% -0.38% -0.53% -0.93%
JPY 0.09% 0.06% 0.85% 0.04% 0.50% 0.32% -0.06%
CAD 0.05% 0.04% 0.82% -0.04% 0.46% 0.29% -0.11%
AUD -0.40% -0.41% 0.38% -0.50% -0.46% -0.16% -0.56%
NZD -0.23% -0.25% 0.53% -0.32% -0.29% 0.16% -0.41%
CHF 0.17% 0.15% 0.93% 0.06% 0.11% 0.56% 0.41%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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