US-Schuldenkrise: Wann kommt der unvermeidliche Finanzkollaps?

Autor: Investing.com
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Quelle: DepositPhotos

Investing.com – Es scheint, als hätten die USA endgültig den Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt. Das Haushaltsdefizit überraschte im Juni zwar mit "nur" 66 Milliarden Dollar, anstatt der erwarteten 83 Milliarden Dollar, doch von einer positiven Entwicklung kann keine Rede sein.


Ein genauerer Blick enthüllt das ganze Ausmaß des desaströsen Zustands der US-Finanzen. Zerohedge betont, dass die USA weit mehr ausgeben, als sie an Steuereinnahmen erzielen, und dieser Trend verschlimmert sich zusehends.


Besonders besorgniserregend sind die Zinsausgaben. Schon im April warnte Zerohedge, dass die Zinskosten für die US-Schulden – derzeit die zweitgrößte Ausgabe der Regierung mit 1,1 Billionen Dollar – die Ausgaben der Sozialversicherung übertreffen und bis Ende 2024 die größte Einzelausgabe der USA mit 1,6 Billionen Dollar werden dürften.


Bis April 2025 sollten diese Zinskosten auf 1,7 Billionen Dollar steigen und damit die bei Weitem größten Ausgaben der US-Regierung darstellen.


Mit diesen unglaublichen Zahlen vor Augen dürfte klar sein, warum Washington Zinssenkungen dringender braucht als die Aktienmärkte.


Diese Entwicklung bietet Anlegern eine einmalige Gelegenheit, denn es wird Verlierer und Gewinner der aufziehende Krise geben. Mit InvestingPro und den enthaltenen 6 ProPicks-Strategien sind Sie bestens gewappnet, um den Markt auch in Zukunft zu schlagen.


Die 6 Strategien haben bereits bis zu 1900 % Rendite erwirtschaftet, während alle den S&P 500 geschlagen haben, der im selben Zeitraum lediglich Gewinne in Höhe von 280 % abgeworfen hat.


Der aktuelle Stand ist erschreckend: Allein im Juni gaben die USA brutto 140 Milliarden Dollar (30 % der Einnahmen) für Schuldzinsen aus, was die Gesamtsumme im letzten Jahr auf 868 Milliarden Dollar brachte.


Zum Vergleich, in Deutschland steigen Christian Lindner bereits die Tränen in die Augen, wenn er berichten muss, dass Deutschland im Jahr 2024 insgesamt 36,78 Milliarden Euro an Steuergeldern für Zinsen aufzuwenden hat.


Für die USA liegen die Zinsausgaben auf das gesamte Jahr 2024 hochgerechnet bei 1.144 Milliarden Dollar.


Dieser rasante Anstieg der Zinsausgaben ist alarmierend. Zerohedge warnt, dass die USA sich einem "Minsky-Moment" nähern – einem Punkt, an dem das Finanzsystem kollabiert. Sobald die Steuereinnahmen versiegen und der Dollar seinen Status als Reservewährung verliert, wird deutlich werden, dass sogar Ausgaben für Sozialversicherung, Gesundheit und Landesverteidigung nicht mehr unantastbar sind.


In einer solchen Krise könnten drastische Einsparungen notwendig werden, was weitreichende Folgen für das soziale und wirtschaftliche Gefüge der USA hätte.


Zusammengefasst zeichnen die Daten ein Bild von einem Land, das in einer Schuldenfalle gefangen ist, aus der es kein Entkommen gibt. Die steigenden Zinsausgaben drohen, die wirtschaftliche Stabilität der USA zu untergraben und das Land in eine tiefe finanzielle Krise zu stürzen. Es bleibt abzuwarten, wie die US-Regierung auf diese Herausforderung reagieren wird, doch die Zeichen stehen auf Sturm.

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