Gold im Aufwind: Zinsfantasie und Dollar-Schwäche treiben Notierung Richtung Wochenhoch

Autor: Mitrade Team
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  • Gold setzt seine Erholung fort und löst sich dynamisch von der Unterstützungszone bei 4.163/4.164 US-Dollar.

  • Spekulationen über einen „dovishen“ Fed-Chef-Nachfolger und eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung belasten den US-Dollar.

  • Geopolitische Risiken stützen den Kurs, während Anleger auf entscheidende US-Daten (ADP, ISM, PCE) als nächste Impulsgeber warten.

Der Goldpreis (XAU/USD) hat am Mittwochmorgen seine defensive Haltung aufgegeben und an die späte Erholungsbewegung des Vortages angeknüpft. Ausgehend von der Haltezone im Bereich 4.163–4.164 US-Dollar gewinnt das Edelmetall sichtlich an Dynamik und nimmt Tuchfühlung zum Wochenhoch auf, welches zugleich den höchsten Stand seit dem 21. Oktober markiert.

Im Zentrum des Marktinteresses steht eine neu entflammte Zinsfantasie: Akteure an den Finanzmärkten setzen zunehmend darauf, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bereits in der kommenden Woche an der Zinsschraube drehen wird. Diese Erwartungshaltung entzieht dem US-Dollar, der in der Nähe seines Zwei-Wochen-Tiefs notiert, die Unterstützung und spielt dem zinslosen Gold in die Hände.

„Dovisher“ Personalpoker drückt den Greenback

Für zusätzlichen Zündstoff sorgen Spekulationen um die künftige Besetzung der Fed-Spitze. Marktgerüchten zufolge wird Kevin Hassett, derzeit Direktor des National Economic Council, als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Jerome Powell gehandelt. Analysten werten diese Personalie als potenzielles Signal für eine lockerere Geldpolitik: Hassett gilt als jemand, der die Forderungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump nach niedrigeren Zinsen bereitwilliger umsetzen könnte.

Diese Gemengelage spiegelt sich in den Terminmärkten wider: Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preist der Markt inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von knapp 90 % ein, dass die Fed den Leitzins beim kommenden Meeting um 25 Basispunkte senken wird. Die sinkenden Opportunitätskosten für Goldhalter fungieren hierbei als direkter Preistreiber.

Geopolitik als Sicherheitsnetz

Flankiert wird der Aufwärtstrend von der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit. Der Krieg in der Ukraine bleibt ein latentes Risiko für die Weltwirtschaft. Ein jüngstes Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff in Moskau habe, so die Berichte, keinen diplomatischen Durchbruch erzielt. Putins Warnung vor einer möglichen militärischen Konfrontation mit Europa hält die Risikoaversion hoch und untermauert den Status von Gold als „Sicherer Hafen“.

Warten auf den Daten-Impuls

Trotz des konstruktiven Umfelds agieren viele institutionelle Investoren vor dem anstehenden „Datenreigen“ vorsichtig. Am Mittwoch stehen der ADP-Arbeitsmarktbericht sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor auf der Agenda. Der eigentliche Showdown wird jedoch für Freitag erwartet, wenn mit dem PCE-Preisindex das bevorzugte Inflationsmaß der Fed veröffentlicht wird. Diese Daten dürften entscheidend dafür sein, ob die aktuelle Rallye fundamental unterfüttert werden kann.

Charttechnische Weichenstellung

Aus technischer Sicht haben sich die Aussichten durch den Rebound von der Marke bei 4.155–4.150 US-Dollar aufgehellt. Um jedoch ein nachhaltiges Kaufsignal zu generieren, müssten die Bullen die Widerstandszone bei 4.245–4.250 US-Dollar per Tagesschlusskurs zurückerobern.

Gelingt der Ausbruch über dieses Niveau, rücken das Wochenhoch bei 4.264–4.265 US-Dollar sowie der Widerstand bei 4.277–4.278 US-Dollar in den Fokus. Mittelfristig wäre dann der Weg zur psychologisch wichtigen Marke von 4.300 US-Dollar frei.

Auf der Unterseite gilt die Zone um 4.200 US-Dollar als erste Auffanglinie. Kritisch würde es erst bei einem Bruch des zentralen Pivot-Niveaus bei 4.150 US-Dollar werden, was den Weg in Richtung 4.100 US-Dollar ebnen könnte. Die letzte Bastion der Bullen bildet die Konfluenzzone bei 4.075–4.073 US-Dollar, wo der 200er-EMA und die seit Oktober bestehende Aufwärtstrendlinie eine massive Unterstützung bilden.

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