TradingKey – Marktkreisen zufolge hofft der Chairman von Samsung Electronics, Jay Y. Lee, auf ein Treffen mit Nvidia ( NVDA)-CEO Jensen Huang. Dabei könnten beide Seiten über eine Kooperation in der KI-Chip-Lieferkette, bei High-Bandwidth-Memory (HBM), Advanced Packaging und KI-Fabriken sprechen. Sollte das Treffen stattfinden, dürfte dies vom Markt als wichtiges Signal für die weiteren Bemühungen von Samsung Electronics gewertet werden, sich Aufträge in der Kernlieferkette von Nvidia zu sichern.
Vor dem Hintergrund der weltweit rasant steigenden Nachfrage nach KI-Rechenleistung hat sich Nvidia zu einem der wichtigsten Kunden auf den Märkten für HBM und hochentwickelte Speicher entwickelt. Im Vergleich zu SK Hynix, das im HBM-Bereich eine tiefere Partnerschaft mit Nvidia aufgebaut hat, standen die Fortschritte von Samsung in der KI-Speicher-Lieferkette zuletzt unter relativem Druck. Der Markt beobachtet nun aufmerksam, ob Samsung die Zertifizierung durch Nvidia beschleunigen und sich einen größeren Anteil an den KI-Chip-Plattformen der nächsten Generation sichern kann.
Die proaktive Initiative von Jay Y. Lee, ein Treffen mit Jensen Huang anzustreben, verdeutlicht, dass Samsung versucht, die Erholung seines KI-Halbleitergeschäfts direkt von der Konzernspitze aus voranzutreiben. Für Samsung hängt die Sicherung von Nvidia-Aufträgen nicht nur mit den HBM-Lieferungen zusammen, sondern beeinflusst die gesamte Wettbewerbsfähigkeit seiner Sparten für Speicher, Foundry, Advanced Packaging und KI-Fertigungslösungen. Sollten beide Seiten klarere Kooperationssignale senden, könnte sich das Potenzial für eine Erholung der Bewertung von Samsung innerhalb der KI-Speicher-Lieferkette weiter eröffnen.
Allerdings wurden die Details des Treffens von beiden Seiten noch nicht offiziell bestätigt. Anleger müssen daher weiterhin die Fortschritte von Samsung bei der HBM-Produktzertifizierung, das Tempo der Serienproduktion sowie die tatsächlichen Abnahmepläne von Nvidia beobachten. Kurzfristig dürfte diese Nachricht die Markterwartungen für das KI-Halbleitergeschäft von Samsung stärken; mittel- bis langfristig hängt es jedoch von der Produktleistung, den Ausbeuteraten und dem Hochlauf der Serienproduktion beim Kunden ab, ob Samsung die Lücke zu SK Hynix tatsächlich schließen kann, was die Volatilität der Aktien von Samsung und SK Hynix erhöht.
Beflügelt durch diese Nachricht entwickelte sich der Aktienkurs von Samsung heute deutlich stärker als der von SK Hynix: Während die Samsung-Aktie im Tagesverlauf um über 5 % zulegte, drehte SK Hynix im Handelsverlauf zeitweise ins Minus.